Autoren-Interview Paula Böhlmann

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Heute habe ich für Euch das allererste Autoren-Interview auf unserem Buchblog.

Netterweise hat mir die liebe Paula Böhlmann ein paar Fragen beantwortet.

Ihr Debütroman „Das magische Geheimnis der Familie Bernauer“ erscheint Ende März im Tomfloor Verlag. Wollt Ihr das Buch lesen?

Gewinnspiel zu „Das magische Geheimnis der Familie Bernauer“

 

Steckbrief und Interview:

Name: Paula Böhlman

Alter: noch 18

„Beruf“: Psychologiestudentin

Hobbys: schreiben, lesen, Standard- und Lateinamerikanische Tänze, backen

Lieblingsbuch: Der Besuch der alten Dame

Lieblingsschriftsteller: Da gibt es viele, und da die Genre so unterschiedlich sind, kann ich mich für keinen entscheiden: J.K. Rowling, John Green, Friedrich Dürrenmatt

Vorbild: meine Oma

Ich in drei Worten: perfektionistisch, redselig, offen

Lebensziel: Es mag etwas absurd klingen, aber man darf ja träumen: Wenn ich morgens auf dem Weg zu meiner Arbeit als Psychotherapeut fahre, in der Bahn jemanden sehen, der gerade eines meiner Bücher liest.

 

Welches Genre liest du am liebsten?

Ich liebe Fantasy-Bücher, wobei ich hier Urban-Fantasy bevorzuge. Ich mag die Vorstellung, dass in unserer Welt vor unseren Augen magische Dinge ablaufen, die wir nur nicht bemerken.

Jedoch findet man auch gute Thriller mit Nervenkitzel oder das ein oder andere Highschool-Drama in meinem Bücherregal. Mich faszinieren die Abgründe der Menschheit und ich schwärme für gute Intrigen.

 

In welchem Alter hast du angefangen zu schreiben?

Es war in der sechsten Klasse, als ich den alten Computer meines Vaters benutzen konnte, um ihn für die Schule zu Hilfe zu nehmen oder Computerspiele zu spielen. Mehr als in fremde Spielwelten einzutauchen, faszinierte es mich jedoch, eigene Welten zu entwerfen.

Ich begann ohne einen Plan, was ich genau schreiben wollte. Das einzige, was ich wusste, war stets, um welche magischen Kreaturen mein neuer Versuch sich ranken sollte. Ich war stolz, wenn meine Bücher auf 25 Seiten kamen, in Schriftgröße 14, Comic Sans, fett.

Ich brachte keinen dieser Versuche zu Ende, aber ich spürte, wie es von Buch zu Buch leichter wurde, die richtigen Worte zu finden, und sich immer mehr Ideen in meinem Kopf anstauten.

 

Wie kam es dazu, dass du Autorin geworden bist?

Als ich zu schreiben begann, konnten meine Eltern das, was ich mache, nicht so recht einordnen. Mein Papa sagte einmal zu mir: „Du verbringst so viel Zeit damit zu schreiben, schick es doch einmal an einen Verlag!“ Damals war keiner meiner Versuche ansatzweise reif genug, um veröffentlich zu werden, aber in meinem Hinterkopf bildete sich der Wunschtraum, irgendwann einmal ein Buch in den Händen zu halten, auf dessen Cover mein Name prankte.

Es vergingen Jahre, in denen ich dem Schreiben treu blieb. In der Schule hatten wir einmal eine Vertretungsstunde in Deutsch, wo uns die Lehrerin einen Kurzgeschichtenwettbewerb vorstellte. Sie ermutigte mich teilzunehmen und so sendete ich einen Beitrag ein. Ich hatte den Wettbewerb bereits fast wieder vergessen und als verloren abgestempelt, als eine andere Deutschlehrerin auf mich zukam und mir mitteilte, dass sich meine Geschichte unter den Gewinnertexten befand.

Das ließ mich das erste Mal daran glauben, dass Menschen das, was ich da schrieb, auch lesen wollten. So erzählte ich meiner Oma stolz, dass ich, wenn ich studiere, ein Buch veröffentlichen werde. Sie lachte mich aus. Das spornte mich an. Ich würde ein Buch veröffentlichen und ganz vorn würde eine Widmung für meine Oma stehen.

Seitdem arbeitete ich auf den Traum hin. Ich suchte im Internet nach Anthologie-Ausschreiben, sodass ich meine Bibliografie füllen konnte. Schon da fühlte es sich wundervoll an, ein Buch in den Händen zu halten, bei dem man irgendwie mitgearbeitet hatte.

Ich schrieb neben den Kurzgeschichten jedoch weiterhin meine Romane, nur um sie nach der Überarbeitung in einen Ordner zu verschieben und nie wieder anzuschauen. Als ich „Das magische Geheimnis der Familie Bernauer – Dunkle Versuchung“ beendete, war es jedoch anders. Ich schickte es an Verlage und vom Tomfloor-Verlag erhielt ich eine positive Antwort. Ich konnte mein Glück kaum fassen.

 

Wo schreibst du am liebsten?

An meinem Schreibtisch, allein in meinem Zimmer, wo ich aufstehen und vor dem Spiegel Dialoge durchsprechen kann.

Seit ich relativ viel zwischen dem Wohn- und Studienort pendele, nehme ich den Zug, da ich noch kein eigenes Auto besitze. Ich habe festgestellt, dass sich auch im Zug wunderbar schreiben lässt. Wenn jemand neben mir sitzt, ist mir das jedoch immer ein bisschen unangenehm. Was soll die Person denken, wenn ich gerade einen Mord oder ein Date beschreibe?

 

Was hat dich zu deinem Debütroman inspiriert?

Zugebenermaßen ist mir diese Frage am schwersten gefallen. Mit letzter Sicherheit kann ich das nicht sagen. Die Idee wuchs im Hintergrund in meinem gewöhnlichen Alltag. Es gab keinen auslösenden Moment, in der sie vom Himmel fiel. Sie wuchs mit meinen Erfahrungen, den Filmen, die ich sah, und den Büchern, die ich las.

Ich befand mich, als ich zu schreiben begann, in einer Umbruchsituation. Ich hatte gerade erst mein letztes Schuljahr begonnen und nun standen unfassbar viele Entscheidungen an: Was studiere ich? Wo? Reicht mein Abiturschnitt dafür aus?

In der elften Klasse stand für mich alles noch fest: Ich würde Medizin studieren! Das wollte ich bereits seit der siebten Klasse! Mein Leben schien genauso vorbestimmt wie das meiner Protagonistin Fiona, nur dass bei mir der Druck von mir selbst und bei ihr von ihrer autoritären Großmutter Aurora kam Doch mit dem Beginn meines letzten Schuljahres kamen Zweifel auf, ob ich das denn wirklich wollte. Ich begann alle meine Pläne über den Haufen zu werfen und mich nach einem anderen Studiengang umzusehen. Ich bin bei Psychologie hängen geblieben und das bereue ich keine Sekunde. Die Antwort auf die Frage, ob auch Fiona sich von ihrem vorherbestimmten Weg abwendet, gibt es im ersten Teil von „Das magische Geheimnis der Familie Bernauer.“

 

Wie lange hast du ungefähr für deinen Roman gebraucht?

Die Idee hatte ich bereits seit ungefähr zwei Monaten, bevor ich anfing den Plot auszuarbeiten. Ich kritzelte sicher den halben Block voll, bevor ich mich an den Laptop setzte, um die Geschichte aufzuschreiben. Danach dauert es noch weitere vier Monate, bis ich das Buch so weit hatte, dass ich mich damit bei Verlagen bewerben konnte.

 

Wie bist du auf den Buchtitel gekommen?

Der Name meiner Reihe war fast der, den ich auch als Arbeitstitel benutzte. Im Gespräch mit dem Tomfloorverlag legten wir lediglich fest, dass es „Das magische Geheimnis der Familie Bernauer“ und nicht nur „Das Geheimnis der Familie Bernauer“ heißen solle.

Der Titel des ersten Bandes entstand in Absprache mit dem Verlag. Wir überlegten gemeinsam mögliche Titel und wählten dann den aus, der den Inhalt am besten widerspiegelt und hoffentlich auch neugierig macht.

 

Wie ist der Stand zu Band 2 und 3?

Band 2 ist bereits fertig und liegt dem Verlag vor. Ein Erscheinungsdatum gibt es jedoch noch nicht. An Band 3 arbeite ich noch. Durch die Uni und die Werbearbeit für die Veröffentlichung vom ersten Teil komme ich jedoch in letzter Zeit kaum zum Schreiben, sodass ich nicht weiß, wann es mir gelingt, auch den letzten Teil zu vollenden.

 

Hast du schon zukünftige Projekte geplant?

Ein paar Ideen geistern bereits durch meinen Kopf, aber ich will erst einmal „Das magische Geheimnis der Familie Bernauer“ abschließen, bevor ich mich einem neuen Projekt widme. Ich habe mir als nächstes aber fest vorgenommen, mal ein anderes Genre auszuprobieren.

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