Schleich Horse Club/Spuren im Wald (Emma Walden)

Inhalt (Ameet Verlag):

Sarah und ihre Freundinnen Hannah, Lisa und Sofia verfolgen die Spuren der geheimnisvollen Horse Club-Landkarte, als plötzlich die trächtige Stallkatze Vanilla verschwindet. Die vier Mädchen ahnen, dass etwas nicht stimmt, und versuchen fieberhaft, das Tier zu finden. Auch Sarahs Stute Mystery ist unruhig. Ist die Katze in Gefahr?

Bewertung 5 von 5 Sternen:

Dieses Buch ist Teil 3 der Reihe und wurde von meiner Tochter wieder mit Begeisterung an einem Tag durchgelesen. Zur Vereinfachung kopiere ich einiges aus einer anderen Rezension zu der Horse Club Reihe ein, da es hier genauso zutrifft.

Viele Bücher lesen wir noch zusammen, oder wechseln uns mit gegenseitigem Vorlesen ab. Das ist bei dieser Reihe nicht erforderlich und von meiner Tochter auch ausdrücklich nicht erwünscht. Daher kann ich zur Geschichte an sich gar nicht viel berichten.  Aber das Lesetempo spricht da wohl für sich. Natürlich habe ich im Anschluß gefragt und folgendes wurde mir berichtet bzw. habe ich während des Lesens erfahren:

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Katze Vanilla, die plötzlich verschwunden ist. Die Mädels suchen die Katze, da sie trächtig ist. Mystery benimmt sich jedoch sehr komisch – als Sarah das Pferd gewähren läßt, führt es sie zum Cups & Saddles. So wie sich herausstellt keine Sekunde zu früh, denn die Geburt der Katzenbabys verläuft nicht reibungslos. Aber natürlich können sich die Leser über ein gutes Ende freuen.

Das Buch ist sprachlich absolut passend, auch die Schriftgröße und Zeilenabstände laden förmlich zum Lesen ein. Ergänzt wird das Buch um wirklich tolle sw-Illustrationen im Buch (Horse Club Mädels und ihre Pferde, kleine Zeichnungen zum Text und die Karte der Horse Club Welt). Meine Tochter hat nach Ende mehrfach erneut durchgeblättert und sich nochmal einzelne Bilder angesehen. Worauf Kinder noch so achten (mir wäre es nicht direkt aufgefallen) – auf den Buchrücken sind die Pferdeköpfe der jeweiligen „Hauptakteure“ abgebildet – so dass man bei der gesamten Reihe eine schöne Herde zusammen hat. Wenn ich schon dabei bin – das Cover lädt jeden Pferdefreund zum zugreifen ein – ein tolles Bild (leicht erhaben, also auch ein schöner haptischer Effekt) in schönen, warmen Farben. Insgesamt macht das Buch – wie man es von den Schleich Figuren kennt – einen wertigen Eindruck.

Super finde ich persönlich auch, dass man die gelesenen Geschichten so oder ähnlich mit den Schleich Figuren (und Bauwerken) komplett nachspielen kann. Meine Tochter hatte sich zwischendurch den aktuellen Schleich Katalog hervorgeholt und mir begeistert Details aus dem Buch im Katalog gezeigt (mit Schlüssel!). Auf meine Frage hin hat meine Tochter gesagt, dass es für dieses Buch ganz zweifellos die volle Punktzahl gibt. Da stimme ich ohne Einschränkung zu.

Abschließend bedanken wir uns noch beim Ameet Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die Frauen der Familie Marquardt (Nora Elias)

Inhalt (Randomhouse/Goldmann Verlag):

Köln 1908: Caspar Marquardt herrscht in seinem Kaufhaus wie ein König über die Welt des Luxuskonsums. Da er keine Söhne hat, soll ein entfernter Verwandter sein Erbe werden – eine Provokation für seine älteste Tochter Louisa, die das Geschäft gerne selbst führen möchte. Doch nicht nur ihr Schicksal ist mit dem Kaufhaus verbunden. Während sich die kapriziöse Sophie in einen Konkurrenten ihres Vaters verliebt, sucht die unehelich geborene Mathilda ihren Platz in der Gesellschaft. Folgenschwere Konflikte machen die Schwestern gleichermaßen zu Verbündeten und Rivalinnen …

Bewertung 5 von 5 Sternen:

Dieses Buch bescherte mir interessante und faszinierende Einblicke in ein Stück deutscher Geschichte und deren Gesellschaftsstruktur Anfang des 20. Jhdts. Das Buch hat mich von Anfang an fesseln können – und das ohne Abenteuer, Geheimnisse oder ähnliches. 5 Sterne kriegen Bücher von mir eigentlich nur, wenn ich sie (u.a.) nicht mehr aus der Hand legen konnte/wollte. Das Glück hatte ich mit diesem Roman mal wieder.

Der verwitwete Caspar Marquardt hat neben seinem Kaufhaus noch 3 Töchter. Louisa und Mathilde arbeiten im Kaufhaus, Sophie gibt dort lieber ihr Geld aus. Eigentlich läuft alles seinen Gang, bis Caspar eines Tages verkündet, dass ein entfernter Verwandter ihn zukünftig beerben soll – denn eine Frau in einer Führungsrolle ist damals nahezu undenkbar. Für die älteste Tochter Louisa ist das ein echter Schlag in die Magengrube – dieser Schachzug war zwar irgendwann zu befürchten, aber sie hatte dennoch gehofft das Erbe antreten zu können. So sehen wir Louisa, die das Kaufhaus wie ihre Westentasche kennt, schon bald mit Max konfrontiert. Zu allem Überfluß plant ein Handelsmogul aus den Niederlanden direkt gegenüber ein weiteres Kaufhaus zu öffnen. Hinzu kommt, dass die Töchter befürchten ihr Vater werde eine neue Bindung eingehen.

Es war wirklich toll die drei so unterschiedlichen jungen Frauen zu beobachten, wie sie teilweise versuchen gegen die ihnen schon in die Wiege gelegte Zukunft anzukämpfen und ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Allerdings haben wir es hier nicht mit feministischen Bewegungen (Suffragetten in England und den USA) zu tun, das hätte mir auch nicht so gut gefallen. Die Rolle der Frau und ihre Rechte wird in diesem Buch auf eine unheimlich interessante Art beleuchtet. Mir war vieles gar nicht bewußt. Das Ende hat mir zum Glück (ich hatte ein wenig Sorge) auch hervorragend gefallen, es ist stimmig zum Rest und ließ mich das Buch mit einem guten Gefühl beenden. Ohne zu spoilern – eine extremere Variante (in welche Richtung auch immer) wäre aus meiner Sicht unglaubwürdig gewesen.

Last but not least – sprachlich gibt es eigentlich nichts zu sagen – es liest sich einfach angenehm. Die bildhaften Beschreibungen haben mich häufig mit ins Kaufhaus genommen. Das war toll, zumal ich als kleines Kind noch ein „echtes“ Warenhaus kennen lernen durfte. Natürlich war es schon anders, aber so einige Überschneidungen konnte ich schon feststellen. Ein kleines „aber“ habe ich, häufig hat man – ohne formale Kennzeichnung – einen Szenenwechsel. Da ist dazwischen nicht mehr als eine Leerzeile. Meistens weiß man direkt Bescheid, einige Male musste ich jedoch kurz zurück. Das tut dem Buch aber absolut keinen Abbruch, ich hätte nur einen kleinen optischen Hinweis ganz geschickt gefunden. Immer wieder angenehm aufgefallen ist mir die damals übliche Schreibweise „Bureau“ anstatt „Büro“, eine Kleinigkeit – machte aber einfach ein rundes Bild.

Dieser Roman ist rundum gelungen und nimmt den Leser mit auf eine interessante Reise in die Vergangenheit.

 

Schulcafé Pustekuchen/Die Moggelmuffins (Kati Naumann)

Inhalt (Kosmos Verlag):

Das Beste an Tillis Schule ist das Schulcafé „Pustekuchen“. Hier backt Tillis Oma Moma ihre legendären Muffins und hilft bei Katastrophen aller Art.

Der neueste Plan: Für die Geografiearbeit in Tillis Klasse soll Oma Spezialmuffins mit eingebackenen Spickzetteln vorbereiten. Doch die strenge Lehrerin Frau Habersack wittert etwas und plötzlich steht das Schulcafé vor dem Aus. Jetzt müssen alle zusammenhalten und einen Rettungsplan auf die Beine stellen. Denn das „Pustekuchen“ darf nicht sterben – auch wenn einige Leute das ganz anders sehen …

 

Bewertung 4 von 5 Sternen:

Tillis Oma betreibt das Schulcafé Pustekuchen und denkt sich für die Schüler ständig neue, tolle Kreationen aus. Tillis Geografielehrerin Frau Habersack plant der Klasse mit einer fiesen Arbeit schlechte Noten aufs Auge drücken zu können. Da schmieden Tilli, ihre Freundin Annika und Oma Moma einen Rettungsplan – sog. Mogelmuffins. Richtig gemogelt wird hier übrigens nicht, denn die Schüler müssen den üblichen Lehrstoff dennoch beherrschen.  Alles scheint zu klappen, doch dann geht noch so einiges schief und plötzlich steht das Pustekuchen vor dem Aus. Ein genialer Rettungsplan muss her.

Die Autorin hat ein wirklich schönes Buch geschrieben. Die Geschichte rund um Tilli und Co. dreht sich um Freundschaft, Zusammenhalt, Ehrlichkeit und Mut. Meiner Tochter (9) hat es gut gefallen. Da es sich aber nicht vollends fesseln konnte, vergeben wir 4 von 5 Sternen.  Denn dazu fehlte doch etwas Spannung, denn an manchen Stellen zieht sich die Geschichte etwas. Wir sehen es eher für Kinder ab 6 (dann natürlich vorgelesen). Ganz toll sind übrigens die Illustrationen – es beginnt schon mit sehr gelungenen Darstellungen der Charaktere.

Alles in allem ist es ein rundum gelungenes Buch für etwas jüngere Leser. Vielen Dank an den Kosmos Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die Zeitdetektive/Verschwörung in der Totenstadt – Hörbuch (Fabian Lenk)

Inhalt (Jumbo Verlag):

Gesamtspielzeit: 01:19:16

Ägypten – 1478 vor Christus: Über dem Kopf der Pharaonin Hatschepsut braut sich eine Verschwörung zusammen. Wer will mit allen Mitteln verhindern, dass Ägypten von einer Frau regiert wird? Wenn die Zeitdetektive nicht eingreifen, ist die schöne Hatschepsut verloren.

Stephan Schad zieht den Hörer mit geheimnisvoller Stimme in den Bann der Geschichte von Fabian Lenk.

Julian, Kim und Leon reisen auf den Spuren von Verbrechern durch die Zeit. Doch die Zeitreisen sind alles andere als ungefährlich …

Das gleichnamige Buch ist im Ravensburger Buchverlag erschienen.

Bewertung 5 von 5 Sternen:

Geschichtsunterricht kann langweilig sein… und dann muss man noch ein Referat über eine unbekannte Frau halten… ja, das kennen wir alle noch von früher, oder? Wirklich schade, dass es die Zeitdetektive zu meiner Schulzeit noch nicht gab. Es ist ein bißchen eine Mischung aus „drei ???“ und Geschichtsunterricht. Das hört sich nicht nur gut an, sondern ist es aus meiner Sicht auch.

Fabian Lenk hat hier eine sehr interessante Reihe ins Leben gerufen, in welcher die 3 Freunde Julian, Kim und Leon in verschiedene Zeiten reisen und die Welt anno dazumal kennen lernen.

In Teil 1 erzählt Julian seinen Freunden von der Klosterbibliothek und dem geheimnisvollen Raum „Tempus“. Sein verstorbener Opa hat dort gearbeitet und ihm den Schlüssel und einige Informationen hinterlassen. Kurzentschlossen reisen die 3 Freunde ins alte Ägypten, um mehr über Hatschepsut herauszufinden. Die Freunde sehen sich sofort in einer brenzligen Lage und retten einer Katze das Leben. Es stellt sich heraus, dass es die heilige Katze von der Pharaonin ist und so stecken die Freunde schon mittendrin in einem gefährlichen Abenteuer. Jemand trachtet Hatschepsut nach dem Leben. Der junge (oder auch ältere) Zuhörer erfährt anschaulich, wie damals gelebt wurde. Wie wurde sichergestellt, dass die Pharaonin nicht vergiftet wurde, was wurde überhaupt gegessen und welche Strafen wurden verhängt? Und welche Rolle spielt die heilige Katze?

Wir haben das Hörbuch gehört und waren ganz begeistert. Der Sprecher Stephan Schad schafft es eine tolle Spannung zu erzeugen und den Charakteren eigene Stimmen zu verleihen.

Diese Reihe schafft es Geschichte ein Stück weit lebendig werden zu lassen und ist eine tolle Idee für junge Hörer ab 8-9 Jahren.

Vielen Dank  an den Jumbo Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rabenvatersorgen (Emlin Borkschert)

Inhalt (Verlag Jörg Mitzkat):

Die Warburger Börde im Herzen Deutschlands: Hier, zwischen Diemel und Desenberg, scheint die Welt noch in Ordnung. Bis eines Tages der alleinstehende Bankangestellte Lothar Menne in seinem Haus überfallen und mit mehreren Messerstichen getötet wird. Hauptkommissar Emil Storck von der Kripo Höxter, der sich nach seiner Scheidung eigentlich eine Auszeit gönnen wollte, übernimmt den Fall zunächst widerwillig. In akribischer Kleinarbeit und mit oftmals unkonventionellen Methoden taucht er in das Leben des Mannes ein und bringt die Fassade des ruhigen Nachbarn und ach so zuverlässigen Arbeitskollegen zum Bröckeln…

Bewertung 4 von 5 Sternen:

Die ersten Kapitel habe ich mit etwas gemischten Gefühlen gelesen. Naturgemäß lernt man eine Schar von Leuten kennen, die man für sich sortieren muss. Hinzu kam, dass ich den Kommissar von Anfang an nicht so richtig mochte.

ABER – und das muss ich tatsächlich betonen –  der Fall kam dann relativ schnell ins Rollen und danach habe ich das Buch auch wirklich nicht mehr aus der Hand gelegt. Der Autor hat es aus meiner Sicht wunderbar geschafft einen wachsenden Spannungsbogen zu erzeugen. Bei den Ermittlungen treten viele Informationen und Verquickungen zutage (wie das auf dem Land eben so ist) und der Leser kann hinsichtlich seiner Vermutungen sozusagen aus dem Vollen schöpfen. Gegen Ende hatte ich eine – so dachte ich – fulminante Lösung, die ich einige Kapitel später wieder über den Haufen warf. Letztendlich kam die Auflösung für mich somit doch noch überraschend, wobei man die Tendenz erahnen konnte. Aber auch nur aufgrund der sorgfältig im Verlauf gestreuten Informationen. Aus diesen konnte man letztendlich jedoch auch einige andere Lösungen konstruieren, so dass jeder Leser wahrscheinlich seine eigene Idee hat. Sprachlich gefiel mir das Buch auch sehr gut.

Den Punktabzug gebe ich, da einige wenige Vermutungen aufgeworfen, aber nicht erklärt wurden. Zudem mochte ich – wie eingangs erwähnt – den Kommissar nicht wirklich. Rein menschlich (und damit meine ich hinsichtlich seiner Tochter, eines Tieres und gegenüber dem Verdächtigen am Schluss) ist er für mich ein Totalausfall. Ermittlungstechnisch ist alles wunderbar, aber ich hege ganz gern Sympathien für den Protagonisten eines Buches.

Vielen Dank an den Verlag Jörg Mitzkat für das Rezensionsexemplar.

Jenseits des breiten Flusses (Sarah Maine)

Inhalt (Randomhouse/Goldmann Verlag):

Schottland 1893: Die 19jährige Evelyn Ballantyre macht sich auf, ihren Vater auf eine Reise nach Kanada zu begleiten. So kann sie die Grenzen des herrschaftlichen Anwesens hinter sich lassen, das für sie in den letzten Jahren eher ein Gefängnis als ein Zuhause war. Seit jener schicksalhaften Nacht, in der zwei Menschen starben, und ihr Jugendfreund, der Stallbursche James Douglas, der Tat beschuldigt fliehen musste. Doch als sie in der kanadischen Wildnis unverhofft auf James trifft, drängen die dunklen Geheimnisse der Vergangenheit an die Oberfläche. Und Evelyn muss sich entscheiden, wo ihre Zukunft liegt …

Bewertung 3 von 5 Sternen:

Mit diesem Buch hatte ich etwas Anlaufschwierigkeiten. Zufälligerweise habe ich zwischendurch geschaut – bis mindestens Seite 98 plätscherte eine noch nicht erkennbare Handlung ziemlich belanglos vor sich hin. Die Autorin beschreibt alles relativ detailiert, das trägt nicht unbedingt zum Spannungsaufbau bei. Ich hatte mir viel von dem historischen Anteil (z.B. hinsichtlich der Weltausstellung) versprochen, aber auch dieser Part konnte mich nicht recht begeistern. Die eigentliche Handlung kommt dann glücklicherweise doch irgendwann „in Schwung“, wird aber häufig durch meiner Meinung nach belanglose Beschreibungen/Szenen unterbrochen. Natürlich gehört das zu jedem guten Buch dazu, um dem Ganzen etwas Leben einzuhauchen. Aber für mich war es leider zuviel des Guten.

Die Rolle der Protagonisten ist zeitweise etwas undurchsichtig. Durch den Klappentext hat man natürlich zuerst Evelyn „im Visier“. Leider kratzt die Autorin hier nur an der Oberfläche des Charakters. Die Rede ist von einem Frauenschicksal – ich würde eher dazu tendieren, dass es hier um das Schicksal von James geht. Er kristallisiert sich im Laufe des Romans immer stärker heraus und war mir auch deutlich sympathischer als Evelyn. Ihre Figur konnte mich nicht begeistern, da sie auf mich noch sehr kindlich/naiv wirkt.

Der Schreibstil ist eigentlich ganz angenehm – zeitweise springt die Handlung jedoch zunächst nicht klar erkennbar in den Zeiten. Darüber hinaus musste ich einige Absätze tatsächlich doppelt lesen, da plötzlich zwischen wörtlicher Rede und weiterführenden Gedanken gesprungen wird. Das ist für den Lesefluss nicht zuträglich.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir die Handlung selbst nicht ausgereicht hat. Es kommt relativ wenig Spannung auf, da die Lösung schon recht früh offen gelegt wird. Ein Liebhaber von Landschaftsbeschreibungen wird diesem Buch vermutlich mehr abgewinnen können.

Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ein Mords-Team/Bd. 13-15 (Andreas Suchanek)

Inhalt (Lovelybooks):

Sonja Walker erinnert sich zurück an ihre Kindheit, als die Katastrophe auf Angel Island ihr einen Teil der Familie nahm. Hierzu möchte sie einen Blick in die Vergangenheit werfen, um eine Reportage zu drehen. Zusammen mit einem Teil des MORDs-Teams macht sie eine schreckliche Entdeckung, die die damaligen Ereignisse in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Im Jahr 1985 betreten Jamie, Shannon, Harrison und Billy den Zirkusrummel, um einen unbeschwerten Tag zu verbringen. Stattdessen geraten sie mitten in die Katastrophe.

Das Hardcover beinhaltet die Romane 13-15 der monatlichen E-Book-Reihe.

 

Bewertung 4 von 5 Sternen:

Wie man lesen kann, sind in diesem Buch 3 Bände einer bereits laufende Reihe enthalten. In diesen erleben die Protagonisten einzelne, in sich abgeschlossene Abenteuer bzw. lösen Fälle. Ich habe schon mehrfach den Vergleich zu den Drei ??? gelesen, aber das passt meiner Meinung nach nicht ganz. Zum Einen ist die Handlung in diesem Buch deutlich „robuster“, zum Anderen kann man dieses Buch nicht vernünftig ohne sämtliche Vorkenntnisse lesen. Denn über allem und ständig präsent ist die große, allumfassende Rahmenhandlung. Diese kann ich jetzt natürlich nicht bewerten, da ich zu wenig darüber weiß. Aber ich glaube, dass diese komplexe Geschichte durchaus spannend und lesenswert ist. Die Geschichte spielt sich in verschiedenen Zeitsträngen ab, da muss man als Quereinsteiger schon gehörig aufpassen. Eine Hilfe war mir jedoch das angehängte Personenverzeichnis.

Der Schreibstil ist gut – es macht also wirklich Spass die Geschichte zu lesen. Die Darstellung ist angenehm bis bildhaft, die Charaktere nicht zu tief. Allerdings passend zum Gesamtkontext, mehr wäre der Geschichte meiner Meinung nach nicht zuträglich. Alles in allem also wirklich gelungen. Aber zusammenfassend muss man einfach sagen, dass man hier die Bände in der richtigen Reihenfolge lesen sollte (meiner Meinung nach: muss).

Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar.

Die Suche nach dem goldenen Licht (Peggy Langhans)

Inhalt (Lovelybooks):

Piets Bestimmung ist es, die Farben zu sammeln und sie weiter zu verschenken. Als Elf lebt er für die meisten unsichtbar in der Höhlung einer knorrigen Eiche in einem herrschaftlichen Park.
Nur der Gärtner Sam und die kleine Marie-Louise können ihn sehen. Denn sie umgibt dieses sonderbare Leuchten, das Piet fasziniert und anzieht. Dieses Licht ist anders als alles, was er kennt. Es gehorcht keinem Gesetz und befolgt keine Regel. Jedes Jahr am Weihnachtstag lockt es Piet besonders in das Haus des Earls, und er wünscht sich nichts sehnlicher, als selbst ein Mensch zu sein.
Bis zu jenem Weihnachtsfest, an dem er einen furchtbaren Schwur ablegt und damit alles wandelt.

Bewertung 4 von 5 Sternen:

Die ist ein feines, kleines Büchlein passend zur Weihnachtszeit. Wer solche Art von Büchern mag, findet hier eine schöne Geschichte rundum das Thema Liebe bzw. die Fähigkeit zu lieben.

Die Autorin verwendet eine bilderreiche Sprache, die mich sehr an Märchen erinnert. Das Buch vermittelt aus meiner Sicht mehrere Botschaften und Werte. Ich denke, dass jeder Leser hier seine eigenen Anreize entdecken kann. Grundsätzlich geht es erstmal um  Liebe, Geld ist nicht alles, Freundschaft, persönliche Entwicklung, …. Ich vermute beim nächsten Lesen entdecke ich andere/weitere Aspekte.

Insgesamt ein süßes Buch – auch zum Vorlesen.

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar.

Zwischen den Welten (Christian Brune-Sieren)

Inhalt (Lovelybooks):

TOP30-Titel im Fantasy-Schreibwettbewerb von Tolino Media und Carlsen Impress 2018! Grant wich einen Schritt zurück. »Was ist bloß aus dir geworden, Kind«, murmelte er entsetzt.»Ein Beutetier«, antwortete Emelie. »Aber eins, das sich mit dieser Rolle nicht zufrieden gibt. Eins, das gelernt hat, dass es sich nur auf sich selbst verlassen kann.«»Als Einzelkämpfer kann man keinen Krieg gewinnen«, gab Grant zu bedenken.Emelie sah ihn an und runzelte die Stirn. »Wer sagt, dass ich das will?«Teklogia und Nurmana, durch magische Portale miteinander verbunden. Zwei Welten, die eine hochmodern, die andere magisch. Nach langem Frieden dominieren nun Hass und Vorurteile das Zusammenleben. Es kommt zum Krieg. Dazwischen die fast sechzehnjährige Emelie, mit magischer Aura geboren, aber im modernen Teklogia aufgewachsen und für beide Seiten ein wertvolles Werkzeug für den Sieg.Aber da gibt es noch ihre auf mysteriöse Weise verschwundenen Eltern und den geheimnisvollen Jungen Maru. Emelie hat vor, aus ihrer geplanten Heldengeschichte etwas ganz Eigenes zu machen und kann doch dem Krieg nicht entfliehen…Ein fantastischer, poetischer Roman über die Suche nach der Bedeutung der eigenen Herkunft, der Liebe, nach dem, was richtig ist und nach dem eigenen Platz in einer Welt, die den Menschen zu etwas formen möchte, das nicht seinen Bedürfnissen entspricht.

Bewertung 3 von 5 Sternen:

Dieses Buch konnte mich leider nicht in seinen Bann ziehen. Die grundsätzliche Idee bzw. der dahinter steckende Konflikt ist eigentlich ganz interessant. Auch der Schreibstil des Autors gefällt mir grundsätzlich ganz gut. Mich hat an diesem Buch jedoch am meisten gestört, dass fast durchgängig eine ziemlich beklemmende Atmosphäre herrscht. Die Charaktere waren mir alle sehr lange unsympathisch bis auf eine Person, die jedoch häufig nur ganz kurze  Szenen hatte. Den eigentlichen Protagonisten konnte ich unwesentlich mehr als Abneigung entgegen bringen.

Dass man bei den beschriebenen Welten vielleicht nicht unbedingt klar zwischen Gut und Böse differenzieren kann, ist ja grundsätzlich nicht neu im Bereich Fantasy. Allerdings habe ich bis ins letzte Drittel keiner Seite irgendwelche Sympathien entgegen bringen können. Das mag ein interessantes Stilmittel sein – aber es ist einfach nicht mein Geschmack. Der Großteil der Handlung spielt in einer fast schon realen Welt (eine extrem technisierte Welt) und hat über lange Strecken keine richtigen Berührungspunkte zum Bereich Fantasy (so wie man es sich auf Anhieb vorstellen würde – zumindest habe ich es so empfunden. Das gefällt mir auch nicht so richtig gut. Dieses Buch hat – wie man dem Klappentext entnehmen kann – erfolgreich einen Wettbewerb bestritten. Daher muss sich ein Leser wahrscheinlich sein eigenes Bild machen.

Abschließend herzlichen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar.

Die Hoffnung der goldenen Jahre (Fiona Davis)

Inhalt (Random House/Goldmann Verlag):

London 1884. Als die Hotelangestellte Sara Smythe ein kleines Mädchen vor dem Tod rettet, verändert dies ihr Leben für immer. Denn der dankbare Vater, der Architekt Theodore Camden, verschafft ihr eine Anstellung im Dakota, einem luxuriösen New Yorker Apartmenthaus. Dort wird Sara größtes Glück, aber auch tiefsten Schmerz finden. Hundert Jahre später, 1985, ist das Dakota die letzte Zuflucht für Bailey Camden, deren Urgroßvater Theodores Mündel war. Bei Umbauarbeiten fällt ihr ein Foto in die Hände, das Sara mit Theodores Kindern zeigt. Eine Entdeckung, die alles infrage stellt, was Bailey über ihre Familie zu wissen glaubte …

Bewertung 4 von 5 Sternen:

Dieser Roman behandelt die Geschichte zweier Frauen aus unterschiedlichen Epochen, deren Schicksal miteinander verwoben ist. Der Roman spielt somit in 2 verschiedenen Zeitsträngen: 1884 und 1985. Dreh-/ und Angelpunkt der ganzen Geschichte ist das sog. Dakota Appartementhaus, dessen Bau Ende des 19. Jhdts. ein echtes Zeichen in der Architektur und gesellschaftlichen Entwicklung New Yorks setzte. An dieser Stelle sei direkt mal erwähnt, dass sehr viele Fakten aus dem Buch der Realität entsprechen. Daher wäre es aus meiner Sicht angebracht gewesen, dazu am Ende des Buches noch mehr Worte zu verlieren. Auch eine Kartendarstellung New Yorks von damals und heute hätte ich sehr interessant gefunden. Aber gut, Go…. macht’s möglich und so habe ich im Anschluß selbst noch etwas gestöbert.

Die Geschichte der beiden Frauen ist mitreissend erzählt. Allerdings hatte ich im 1. Drittel eine Zeitlang das Gefühl, dass man auf der Stelle steht – da war  es kurz mal etwas langatmig. Aber dann kam die Geschichte wirklich ins Rollen und ich war froh ein paar Stunden am Stück Zeit zu haben – denn da wollte ich das Buch doch nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende kam erfreulicherweise dann doch überraschend – diese Wendungen hatte ich gar nicht ins Kalkül gezogen. Sehr interessant fand ich auch die vermutlich authentische Darstellung gewisser „Einrichtungen“. Es handelt sich ja eigentlich um relativ bekannte Fakten, aber es nochmal en detail zu lesen ist schon etwas anderes. Um nicht zu spoilern belasse ich es bei der Formulierung. Wer das Buch liest, wird es verstehen.

Sprachlich gibt es überhaupt nichts zu kritisieren – es liest sich sehr angenehm und flüssig. Auch die Sprünge zwischen den Zeiten sind unproblematisch.

Alles in allem hatte ich also sehr schöne Lesestunden mit einem Roman, der mich zudem so einige historische Fakten gelehrt hat. Abschließend noch ein Dankeschön an den Randomhouse/Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.