Das geheime Dinoversum – Der Kampf des Ankylosauraus (Rex Stone)

Inhalt (Lovelybooks):

Dumpfe Rufe hallen über den Sumpf. Ein junger Ankylosaurus steckt im Schlamm fest. Jan und Tim wollen ihm helfen, doch da schlägt ein gepanzerter Saurier mit seinem Keulenschwanz nach ihnen..

Bewertung 5 von 5 Sternen:

Jan und Tim reisen wieder in die Dino-Welt. Ihr Freund Wanna (Wannanosaurus) ist verschwunden. Bei der Suche stoßen die Jungs auf große Fußstapfen und folgen ihnen. Sie finden ein Ankylosaurus-Baby, welches droht im Schlamm zu versinken. Mit Hilfe eines pfiffigen Tricks gelingt es Tim und Jan das Dinobaby zu retten.

Da meine Tochter Dinosaurier mag, findet sie diese Reihe toll. Es ist immer mal wieder spannend, dann wird es wieder ruhiger und am Ende können die Jungs den Dino retten. Das nächste Buch dieser Reihe liegt bereits hier und wird auch in Kürze gelesen.

Die Empfehlung ist ab 8 – ich denke man könnte auch schon etwas eher starten. Die Schrift ist recht groß und es sind viele schöne Illustrationen enthalten. Meine Tochter ist 9 und liest die Bücher dieser Reihe am Stück durch. Die Cover sind sehr schön gestaltet und teilweise leicht erhalten – also haben wir auch einen kleinen haptischen Effekt. Leider nur bei der Schrift und nicht bei den Dinos.

TodHunter Moon – Die Fährtenfinder (Angie Sage)

Inhalt (Lovelybooks):

Alice TodHunter Moon – kurz Todi – wird mit 12 Jahren endlich in die Geheimnisse der FährtenFinder eingeweiht. Kurz darauf verschwinden ihr Vater und ihre beste Freundin Ferdie spurlos. Zusammen mit Ferdies Bruder begibt Todi sich auf die Suche und lernt, auf den alten Wegen ihrer Ahnen zu wandeln. Zur Seite steht ihr dabei kein geringerer als Septimus Heap. Und er hat es gerade mit einem mächtigen Feind zu tun: dem Hexer Oraton-Marr, der den Palast der Eisprinzessin in seine Gewalt gebracht hat. Zusammen stürzen sich Septimus Heap und Todi in den Kampf, um die Gefangenen im Palast zu befreien.

Bewertung 5  von 5 Sternen:

Im vorliegenden Fall handelt es sich um das Hörbuch. Achtung Spoiler vorhanden!

Anfangs lernen wir kurz Todi und ihren Vater kennen, der plötzlich verschwindet – ebenso mysteriös wie die Schwester ihres besten Freundes.  Da ihre Mutter bereits tot ist, lebt Todi jetzt mit ihrer sehr unsympathischen Tante zusammen, die kurz vorher wie aus dem Nichts aufgetaucht ist. Wer jetzt eine Aschenputtelgeschichte erwartet wird enttäuscht.

Todis bester Freund Oskar kann sie gerade noch rechtzeitig warnen und in Sicherheit bringen, als nachts plötzlich scheußliche Kreaturen (Zweibeiner mit Schlangenköpfen) vor ihrem Haus stehen und sie entführen wollen. Hinter alldem steckt – wen wunderts – die liebevolle Tante. Bei Oskar zuhause angelangt erfahren die beiden, dass Ferdie (Oskars ebenfalls verschwundene Schwester) vermutlich auch von diesen Geschöpfen mitgenommen wurde. Todi und Oskar entschließen sich sie zu retten und erfahren Hilfe von Oskars Bruder, sowie Anna (einem Mädchen der Handelsflotte).  Die Spur führt sie zum Schiff „Tristan“. Dort angelangt gelingt es ihnen in einer wirklich gefährlichen und sehr spannend beschriebenen Aktion Ferdie zu befreien.

Die Kinder flüchten mit Hilfe von Septimus Heaps Bruder und seiner Frau (in spe). Als sie zurück nach Hause kommen, ist das Dorf niedergebrannt und die überlebenden Bewohner sind geflüchtet. Todi erhält von Oskars Mutter den Hinweis, dass ihre Mutter sie zum Zaubererturm schicken wollte. Sie entscheidet sich ihrer Bestimmung zu folgen und reist ab.

Am Turm angekommen lernt sie u.a. Septimus Heap kennen. Todi ist von nun an ein Junglehrling und verfügt als Fährtenfinder über die Gabe sog. verborgene Torbögen zu sehen. Diese Torbögen ermöglichen Reisen zu bestimmten Orten. Schneller als gedacht sieht sie sich jedoch mit einer ernstzunehmenden Gefahr konfrontiert.

Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Den Hauptteil der Geschichte nimmt der Part bei den Fährtenfindern ein – erst ziemlich zum Schluß kommt Todi am Zaubererturm an. Ich vermute jedoch, dass die Entführungen etc. noch eine Rolle in den Folgebänden spielen wird. Schlußendlich wird der Kampf (o.ä.) gegen Oraton-Marr nur vorbereitet, man hat jedoch nicht das Gefühl ein Buch ohne Ende gelesen/gehört zu haben.

Ich habe die komplette Reihe um Septimus Heap schon gelesen – das liegt allerdings ein paar Jahre zurück. Daher weiß ich nicht mehr sehr viel, das ist für meine Begriffe aber auch nicht notwendig. Der Schreibstil von Angie Sage sagt mir einfach zu – es macht Spaß die Bücher zu lesen (daher habe ich mir damals auch innerhalb kürzester Zeit die komplette Heap-Reihe zugelegt).  Ich werde auch diese Reihe zu Ende lesen, da mich die Geschichte um Todi und ihre Familie (auch da ist noch nicht alles erzählt vermute ich) sehr interessiert.

 

 

Mein Mann, der Rentner, und dieses Internet (Rosa Schmidt)

Inhalt (Lovelybooks):

Der Ruhestand könnte so friedlich verlaufen für das Ehepaar Schmidt, würden sie von ihrer Tochter Julia nicht einen dieser neuen flachen Computer geschenkt bekommen. Während Rosa dem »Tablett« zunächst skeptisch gegenübersteht, ist ihr Günther sofort Feuer und Flamme. Der umtriebige Rentner erobert das Netz – und ehe Rosa sichs versieht, vertraut er Dr. Google mehr als seiner Ehefrau und schmeißt eine Party, die dank Facebook völlig aus dem Ruder läuft. Nun packt Rosa aus. In ihrem Tagebuch erzählt sie vom Leben mit einem Rentner, der zu viel Zeit hat – und jetzt auch noch WLAN!

Bewertung 5 von 5 Sternen:

Vielen Dank an den Penguin-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rosa und Günther im (Un)Ruhestand – es könnte so schön sein. Doch eines Tages bringt die Post ein Paket und damit das Grauen in den Alltag von Rosa. Es enthält ein Tablet und soll etwas Schwung in das Rentnerdasein von Rosa und Günther bringen.

Rosa berichtet in ihren höchst amüsanten Tagebucheinträgen, wie ihr Günther – zunächst nur begeistert, dann Feuer und Flamme ist und zuguter Letzt: dem Teufelsding komplett „verfällt“. Zumindest sieht Rosa das so – für Günther hingegen eröffnen sich komplett neue Möglichkeiten und er tritt gar mit Begeisterung einer Computergruppe bei. Selbstverständlich übertreibt er hier und da maßlos – aber ist das nicht auch gerade typisch für den ein oder anderen Rentner auf der Suche nach neuen Handlungsfeldern? Das Buch ist gespickt mit Wortwitz und beleuchtet alltägliche Situationen aus Rosas Perspektive. Dabei muss sie nicht nur ihren plötzlich technikbegeisterten Ehemann in Schach halten, sondern auch noch die bevorstehende Hochzeit ihrer hochbetagten Tante vorbereiten und Seelentröster für die gerade verlassene Tochter Julia spielen.

Ich kann dieses Buch absolut uneingeschränkt empfehlen – es hat mich sehr gut unterhalten und ich habe wirklich häufig gelacht. Leider war das Buch viel zu kurz, ich würde mir definitiv eine Fortsetzung kaufen, denn Rosa ist die „Oma von nebenan“ und einfach lesenswert.

Der Spiegelwächter (Annina Safran)

Inhalt (Lovelybooks):

Fünf Spiegel, fünf Häuser, fünf Spiegelwächter, eine magische Welt: Eldrid.
Die Spiegelwächter versuchen das wertvolle Licht von Eldrid zu bewahren, aber sie kämpfen gegen Godal, den übermächtigen Schatten, und Zamir, den Schöpfer der Dunkelheit. Ludmilla wird zu Hilfe gerufen, um Godal einzufangen. Doch Zamir durchkreuzt die Pläne der Spiegelwächter und beschwört ein Unheil in Eldrid hervor. Der Kampf gegen die Dunkelheit beginnt. Wird Ludmilla ihre Mission durchführen können?

Bewertung 5 von 5 Sternen:

Vielen herzlichen Dank an Annina Safran für das Rezensionsexemplar!

Achtung – es sind Spoiler enthalten…

Dieses Buch ist der sehr gelungene Auftakt zu einer möglicherweise wunderbaren Saga. Die 15jährige Ludmilla, ein Mädchen mit  vielen Ecken und Kanten, lebt mit ihrer leicht verschrobenen Oma Mina  in einem alten Haus. Ein Raum ist stets verschlossen und es ist ihr verboten worden dort jemals hinein zu gehen. Natürlich funktioniert das nicht und so steht Ludmilla irgendwann in jenem Zimmer vor einem mysteriösen Spiegel, durch den sie nach Eldrid gelangt. Diese magische Welt befindet sich in großer Gefahr – ausgelöst wurde dieses Unheil ausgerechnet durch Oma Mina und ihre Schwester Ada.

Es existieren insgesamt fünf dieser Spiegel und alle führen nach Eldrid. Diese befinden sich seit ewigen Zeiten im Familienbesitz von fünf bestimmten Familien und jeder Spiegel hat auf Eldrids Seite einen Spiegelwächter. Zamir – ehemals auch ein Spiegelwächter, stahl die Kräfte vieler magischer Wesen indem er Mina und Ada in jungen Jahren manipulierte und für seine Zwecke einsetzte. Zamir wurde von den übrigen Spiegelwächtern dafür verbannt und eingesperrt, aber konnte seine Macht im Verborgenen weiter einsetzen und so stellt er jetzt – gemeinsam mit einem mächtigen Schattenwesen – eine große Gefahr für Eldrid dar. Es scheint als wenn nur Ludmilla das Problem lösen kann – denn es betrifft den Schatten ihrer Oma Mina. Gemeinsam mit „ihrem“ Spiegelwächter Uri reist sie durch Eldrid (sehr angenehm – der Leser lernt Eldrid langsam kennen) um einen Magier zu finden.

Zamir hat jedoch die Berggeister geweckt und somit einen uralten Pakt gebrochen. Plötzlich ist nichts mehr wie es mal war, der Schnee fliegt über die Grenzen des Schneegebirges hinaus und die Stadt Fluar ist menschenleer. Uri und Ludmilla werden im Gebirge von den Berggeistern angegriffen und entkommen knapp. Ohne zu viel verraten zu wollen – die Lage spitzt sich schnell zu. Die Autorin hat für meine Begriffe die verschiedenen Handlungsstränge in einem passenden Verhältnis verflochten und hält so über eine lange Zeit die Spannung aufrecht. Als sehr angenehm empfand ich hier die teilweise sehr kurzen Kapitel – der Leser wird in einer bestimmten Gefahrensituation (z.B. Ludmilla und Uri werden von den Berggeistern verfolgt) zwischenzeitlich relativ kurz mit Häppchen aus den übrigen Handlungen verköstigt um dann wiederum einen kurzen Einblick in das Hauptproblem zu bekommen.

Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, denn das Buch ist in sich nicht abgeschlossen. Das wäre dann auch schon mein einziger Wermutstropfen.  Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Es hatte keine „ach ich weiß jetzt schon wie es ausgeht“- Momente und die magische Welt Eldrid ist sehr schön und durchdacht aufgebaut. Im Buch befinden sich ein tolle Karte mit allen wichtigen Stationen und ein Personenverzeichnis mit kurzen Beschreibungen.  Das finde ich zu Beginn eines Buches immer ganz angenehm, um den Überblick zu haben. Man merkt, dass dieser Debütroman mit viel Herzblut geschrieben wurde. Das Cover wurde (wie in der Leserunde von der Autorin mitgeteilt)  sukzessive entwickelt und trifft den Inhalt des Buches sehr gut. Es sind sehr viele schöne Details zu sehen, die vorher neugierig machen und nach Abschluss des Buches ein rundes Bild ergeben.

 

 

Watsons Welt (Haike Hausdorf)

Inhalt (Lovelybooks):

Watson ist ein Appenzeller Schnaubrador und lebt mit seinen zweibeinigen Mitbewohnern Tom und Kati glücklich und zufrieden – bis die Wohnungskündigung auf den Tisch flattert und Tom ein altes Haus kauft.

Pointiert und lebensklug berichtet Watson von Umbauarbeiten, sabotierten Urlaubsplanungen – und lässt den Leser dabei an seiner ganz eigenen Sicht auf die alltäglichen Dinge des Lebens teilhaben.

Folgen Sie Watson in seine Welt – und erfahren gleichzeitig etwas über unsere menschlichen Eigenarten, die auf einen Hund recht seltsam wirken dürften.

Der Hybrid Verlag und die Autorin unterstützen die Tierheimhelden.de mit 50 Cent pro verkauftem Taschenbuch.

Bewertung 4,5 von 5 Sternen:

Vielen herzlichen Dank an den Hybrid Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Watsons Welt“ ist ein wirklich schönes Buch für Hundefreunde. In ganz vielen Situationen denkt man „ja stimmt, so ähnlich war es bei uns doch auch, als…“

Wer kennt das nicht, der heißgeliebte Vierbeiner entwickelt ungeahnte Fähigkeiten um dem ganz bestimmt kurz bevor stehenden Hungertod gerade noch so zu entrinnen – dem Tod gerade noch so von der Schüppe gesprungen dank der Weihnachtsplätzchenvorräte… war das knapp…

Wettwälzen in der nassen Wiese und kleine Geschenke für die Familie in Form einer toten Maus. Bitte – nur für Dich!

Wir haben selbst einen Hund in dem Format und können mit Sicherheit sagen, in dem Buch steckt sehr viel Wahrheit 🙂

Es sind viele schöne Geschichten und Begebenheiten rund um das Hundeleben enthalten – vom Urlaub, über Umzug bis hin zu Gästebesuch (angenehm und unangenehm). Meine Tochter und ich haben häufig geschmunzelt oder auch gelacht – Watson ist schon ein echtes Herzchen. Ich fand den Zwischenteil mit der Modernisierung des Hauses etwas zu lang – selbsternannte Handwerker beim Umbau sind sicherlich auch ein Quell an Situationskomik, aber es bot wenig Spielraum für Watson.

Dieses Buch erhält von mir sehr gerne eine Empfehlung, da wir uns äußerst gut unterhalten haben UND 0,50€ pro verkauftes Taschenbuch an die Organisation „Tierheim Helden“ gespendet werden. Das finde ich persönlich ganz toll und möchte es daher unbedingt nochmal erwähnen. Eine wirklich schöne und sinnvolle Idee – das sollte Nachahmer finden!

Das geheime Dinoversum (Rex Stone)

Inhalt (Lovelybooks):

Friedlich zieht die Triceratopsherde über die Ebene. Da greifen Termiten die mächtigen Pflanzenfresser an. Panisch läuft die Herde davon – und reißt Jan und Tim mit sich!

Bewertung 4 von 5 Sternen:

Die Geschichte dreht sich um Tim und Jan (8 Jahre alt),  die eine Höhle in einem Felsen entdeckt haben.  Nachdem die Beiden durch einen Spalt in der Höhle geklettert sind, befinden sie sich plötzlich im Dinoland. Dort erleben die Jungs viele verschiedene spannende Abenteuer.

Meine Tochter hat das Buch in einem Rutsch durchgelesen – bis zur Mitte des Buches war sie erst nur halbwegs begeistert. Aber sie meinte ab da war das Buch doch noch richtig  „cool“. Daher hat sie sich für 4 von 5 Punkten entschieden. Das Cover sieht richtig toll aus und ist frontseitig teilweise leicht erhaben. Ein schönes Buch für zwischendurch. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man auch jedes Buch der Reihe einzeln lesen.

Winter im kleinen Brautladen am Strand (Jane Linfoot)

Inhalt (Lovelybooks):

Vor den Fenstern des kleinen Brautladens fällt Schnee, während Sera in ihrem gemütlichen Atelier Brautkleider entwirft. Zwischen ihren Fingern werden weiße Träume wahr. Nur ihre große Schwester Alice hat Sera noch nicht einmal nach einem Kleid gefragt. Doch dann geht in deren Hochzeitsplanung so einiges schief und Sera beschließt, ihrer Schwester zu der Winterhochzeit zu verhelfen, die sie verdient – auch wenn das bedeutet, dass sie sich gleich mit zwei attraktiven Trauzeugen herumschlagen muss.

Bewertung 5 von 5 Punkten:

Herzlichen Dank an MIRA Taschenbuch für das Rezensionsexemplar!

Ich habe das Buch an einem etwas ungemütlichen Herbstsonntag begonnen  und muss sagen, es ist genau die richtige Lektüre für die Jahreszeit. Achtung – es sind evtl. Spoiler vorhanden.

Seraphina, eine Designerin für Brautkleider, lebt und arbeitet in St. Aidan (Cornwall) nach dem Credo: kein Mann – kein Ärger. Man schließt sie direkt zu Beginn ins Herz, denn sie ist etwas verpeilt und schusselig, hilfsbereit und einfach nett. Sera liebt ihr zurückgezogenes ruhiges Leben und meidet es im Mittelpunkt zu stehen. Das ändert sich jedoch schlagartig, denn ihre Schwester plant an Weihnachten auf einem Landsitz bei St. Aidan zu heiraten und überträgt Sera die Organisation vor Ort. Geplant ist eine de luxe- Winterhochzeit mit allen erdenklichen, tollen Details. Es wird nicht unbedingt dadurch leichter, dass Alice ein Hochzeitsbuch an alle Helfer ausgibt, in welchem sämtliche Details im Voraus geplant sind (z.B. Affären zwischen Gästen sind zu vermeiden). Zu allem Überfluss fällt sie im wahrsten Sinne des Wortes ihrem Ex vor die Füße – er ist ein Trauzeuge des Bräutigams.  Der Probleme nicht genug bekommt sie Quinn (gut aussehenden, charmant und lustig) für die Mammutaufgabe der letzten Vorbereitungen an die Seite gestellt. Er ist ebenfalls Trauzeuge. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange – Feriencottages werden dekoriert und mit Weihnachtsbäumen ausgestattet, Schneemaschinen und Sektkelche abgeholt. Alles mehr oder weniger bestens. Nur das Brautpaar fehlt.

Nachdem so manches Organisationshindernis halbwegs gut überwunden wurde, trudelt endlich die holde Braut ein. Allerdings gibt sie sich gar nicht so hold, und sorgt so für weitere Unruhe in den Vorbereitungen. Mitten in diesem Schlamassel gerät Sera zudem noch zwischen die Fronten von Trauzeuge a und Trauzeuge b.  Wenn es einmal läuft, dann läuft es …. denn wie Phönix aus der Asche taucht dann doch endlich der Bräutigam Dan auf, wird von seiner Liebsten direkt lautstark und vor versammelter Mannschaft zurecht gewiesen und verläßt daraufhin wütend den Schauplatz des illustren Geschehens. Und Sera mittendrin. Aber mit Hilfe ihrer Freunde und diversen köstlichen Wintergetränken (mir lief mehrmals das Wasser im Mund zusammen) läßt sich so manches Problem doch noch lösen.

Diese Geschichte ist einfach herzerwärmend. Die Charaktere sind ziemlich ausführlich in ihren mannigfaltigen Eigenarten beschrieben, manchmal hatte man das Gefühl dabei zu sein. Eigentlich muss ich schreiben – häufig hatte ich den Wunsch genau dort zu sein, sei es im Atelier mit Blick auf das Wasser, in der Küche mit Poppy und den Cupcakes, auf dem Landsitz beim Weihnachtsbaum schmücken, usw… Die Geschichte selbst barg für mich noch die eine oder andere Überraschung und hat natürlich ein Happy End, aber das würde ich hier auch erwarten.

Ein tolles Goodie am Ende des Buches – einige Rezepte der Köstlichkeiten aus dem Buch, die Idee finde ich richtig gut und werde sicher mal etwas davon ausprobieren.

Ich kann dieses Buch absolut empfehlen – es ist natürlich keine große Literatur, aber das will man manchmal doch auch nicht, oder? Manchmal muss es ein einfach schönes und witziges Buch sein, welches garantiert ein gutes Ende nimmt.

Die Legende von Oasis – Bd. 1 (Janine Tollot)

Inhalt (Lovelybooks):

Brielle ist ein rebellisches Mädchen, das ihr Leben auf einem Segelschiff verbringt und täglich auf der Suche nach Abenteuern ist. Seit Kindertagen träumt sie davon, so wie die Orkusianer, eine Fischflosse zu haben und durch die Meere von Oasis zu schwimmen. Eines Tages macht sie unter Deck eine grausige Entdeckung: ein Gefangener, von dem niemand sonst auf dem Schiff zu wissen scheint. Dieser behauptet, der vergessene Gott Isea und König der Orkusianer zu sein. Brielles Mutter, so behauptet er, die selbst eine Göttin sei, habe ihn gefangen genommen, um sich an ihm zu rächen.
Brielle ist misstrauisch, aber könnte Isea ihre Chance sein, um endlich eine Orkusianerin zu werden – ihre Chance auf Freiheit?
Doch sie hat keine Zeit, ihre Entscheidung zu überdenken, denn sie wird vom Strudel der Ereignisse mitgerissen. Die zornige Göttin Este rüstet zum Krieg, um die sechs Unterwasserreiche von Oasis zu zerstören. Und Brielle findet sich plötzlich inmitten eines schrecklichen Feldzugs wieder – angefacht von ihrer eigenen Mutter.

Bewertung 3,5 von 5 Sternen:

Vielen Dank erstmal an Janine Tollot für das Rezensionsexemplar! Achtung Spoiler!

Brielle lebt auf der Emerald – einem Forschungsschiff, welches von ihren Eltern  befehligt wird. Sie ist Terranerin – d.h. menschlich. Daneben existieren noch die Orkusianer – die fischähnlichen Bewohner des Wassers. Ihre Eltern – insbesondere ihr matriarchalische Mutter – haßt offenbar die Orkusianer, während Brielle sich insgeheim wünscht im Wasser leben zu dürfen.

Eines Tages findet sie unter Deck einen Gefangenen in einem erbärmlichen Zustand. Er behauptet er sei der Gott Isea, seit 200 Jahren der Gefangene ihrer Mutter und könne ihr ihren Wunsch erfüllen. Brielle wird bei einem Unwetter über Bord gespült und verwandelt sich in eine Orkusianerin. Dafür soll sie für Isea nach Antinas reisen und Hilfe holen um ihn zu befreien.

Sie trifft auf Rahes (ein Sucher), der mit ihr die Reise antritt.

Die Orkusianer lernen wir auf eine sehr geschickte Art und Weise kennen – Brielle und Isea sind gedanklich permanent miteinander verbunden und so werden Fragen und Antworten nebenbei eingeworfen. Durch diese Verbindung erlebt Brielle auch das Aufeinandertreffen von ihrer Mutter und Isea mit, welches geprägt ist von Hass und Demütigung.

Brielles Mutter hat durch Spione herausgefunden, dass Brielle noch lebt und unterwegs ist nach Antinas. Eine große Schlacht steht somit bevor und sie befehligt alle Schiffe zu sich. Zudem entscheidet sie ihrer Besatzung (und übrigens auch ihrem Mann) die Wahrheit zu offenbaren. Sie ist Este, die Göttin des Landes und die Schwester von Isea (Gott des Wassers). Einst lebten die beide einträchtig nebeneinander, nachdem sie gemeinsam Oasis erschaffen hatten. Nachdem Isea in einem Anflug von Eifersucht und Machtgier das Landleben ausgelöscht und die Meeresbewohner erschaffen hatte, wurde er von Este gefangen genommen und im Schiffsrumpf versteckt.

Brielle spricht in Antinas beim Großen Rat vor und wird verächtlich verjagt. Rahes bleibt bei ihr und es schließen sich noch 2 weitere Orkusianer als Weggefährten an. Sie wollen an den verfluchten und verbotenen Ort Earora reisen, um dort Zepter und Krone Iseas zu bergen. Währenddessen wird Iseas von Este öffentlich gedemütigt und gefoltert.

Die Gefährten erreichen Earora – jedoch hat sich der Meeresboden angehoben und ragt nun als Berg aus dem Wasser – unerreichbar für einen Orkusianer. Da ansonsten jedoch alles verloren scheint, beginnt Brielle  – trotz Fluke – den Berg hochzuklettern. Als sie die Besinnung verliert (da der Körper austrocknet) mobilisiert Isea seine letzte Kraft und sucht sie im Körper eines Bussards auf. Mit seiner Hilfe findet Brielle die Insignien und entdeckt ihre Macht als Halbgöttin.

Dieses Buch ist sehr gut recherchiert hinsichtlich ozeanologischer und nautischer Begriffe. Die Autorin hat eine sehr komplexe Welt aufgebaut, die sie auch ziemlich ausführlich beschreibt – manchmal empfinde ich es allerdings schon als zuviel.

Der Aufbau offenbarte sich für mich erst ungefähr bei der Hälfte des Buches – für meinen Geschmack gerade noch rechtzeitig. Brielle und ihre Gefährten suchen – losgelöst von den Schlachten – nach den machtbringenden Insignien, um die Vernichtung der Orkusanier zu vernichten. Dieser Gedanke hätte noch mehr heraus gearbeitet werden sollen – es wäre für die Spannung sicher zuträglich gewesen.

Am Eiskontinent treffen die Gefährten auf Este und Isea – in diesem Kapitel ist deutlich mehr „Leben“, es gefiel mir mit Abstand am besten. Denn es ist die personelle Konfrontation von Gut und Böse – das ist bislang immer nur kurz angerissen worden. Auch während ihrer Reise hat Brielle immer nur Probleme mit natürlichen Gegebenheiten gehabt, Aug-in-Aug-Situationen sind recht spärlich gesät.

Das Ende gefällt mir persönlich gar nicht – während des gesamten Buch ist stets von dem abgrundtiefen Hass der Geschwister die Rede, selbst ihre Tochter hätte Este in ihrem Wahn und ohne mit der Wimper zu zucken geopfert. Als bei einem Handgemenge die Geschwister aus Versehen alles um sie herum auslöschen, wird Brielle bewußtlos und von Reue, Trauer und Schuld geplagt gehen Este und Isea an Land um Brielle in Sicherheit zu bringen. Sie liegt im Koma – das gibt Este und Isea (jetzt natürlich wieder mit Beinen) ausreichend Zeit alles zu überdenken. Es kommt wie es kommen muss – Isea und Este vergeben sich und just in diesem Moment erwacht Brielle. Das ist mir irgendwie zu einfach, da hätte ich mir etwas anderes gewünscht.

Im Großen und Ganzen ist es aber ein gutes Buch, welches man gut zwischendurch lesen kann. Man merkt, dass es mit viel Herzblut geschrieben wurde, die (wie gesagt sehr ausführlichen) Abhandlungen bzgl. der Flora und Fauna sind vermutlich in mühevollster Recherche zusammen getragen worden. Dafür hat die Autorin meinen Respekt.

Daher werde ich in Kürze auch gern den Folgeband „Dunkelzeit“ beginnen.

 

Die Party (Jonas Winner)

Inhalt (Lovelybooks):

Es ist der 31. Oktober – Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen – was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüßt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt … ihre letzte Party!

 

Bewertung 4 von 5 Sternen:

Zunächst einmal herzlichen Dank an Jonas Winner für das Rezensionsexemplar!

Eine Party wie bei den „10 kleinen Negerlein“ – Brandon lädt seine alten Schulfreunde nach Jahrzehnten zu einer 80er (Erinnerungs)Party ein in sein abseits gelegenes Domizil ein. Handys sind tabu (gab es damals ja noch nicht) und die Gäste tragen ihre alten Halloween-Kostüme von damals. Die Party beginnt spektakulär, denn der Gastgeber springt von der Galerie auf einen präparierten Kronleuchter, der vermeintlich mit großem Getöse abstürzt. Das war jedoch geplant – der Kronleuchter stoppt und Brandon empfängt seine Gäste. Da ihm jedoch der an der Decke hängende Sicherungskasten in gemau diesem Moment hinterher kommt, stand nicht im Drehbuch. Wir haben den ersten Toten zu beklagen.  Die Gäste können nicht aus dem Haus (als Panikraum konzipiert) und bekommen eine Nachricht serviert: alle bis auf einer wird sterben. Dies passiert dann auch recht flott, wobei die Art des Todes ziemlich variiert. Ohne zuviel verraten zu wollen – es kommt keine Langeweile auf. Zum für mich genau richtigen Zeitpunkt kommen dann Einschübe in die Vergangenheit mit Hinweisen auf die Ursache dieses Desasters. Der Leser wird bis zum Schluss im Dunkeln gelassen, gegen Ende kann man es erahnen, mehr aber auch nicht.

Das Buch fing für meinen Geschmack gut an, wurde dann etwas schleppend – möglicherweise, weil man zwischen den zahlreichen Personen springen musste. Hier brachte die Liste am Ende des Buches häufig Licht ins Dunkel. Aber da sich die Zahl der Beteiligten relativ schnell dezimiert, ist das kein großes Problem.  Als die Rückblenden in die Vergangenheit einsetzten, habe ich das Buch am Stück zu Ende gelesen – denn da wurde es aus meiner Sicht erst richtig spannend. Das Ende kommt überraschend, hat nochmal einen kleinen Haken – den hätte ich nicht gebraucht. Das hätte ich anders vielleicht etwas passender gefunden, ist aber sicherlich Geschmackssache.

Für mich war es (obgleich ich selbst ein Kind der 80er bin) ein bißchen viel nostalgisches Schnickschnack mit Liedtexten, usw – etwa die Hälfte hätte mir gereicht.  Ich habe zu keinem der Personen eine Sympathie entwickelt – vielleicht, weil ich die Aktionen und Reaktionen nicht immer nachvollziehen konnte.  Ich meine damit nicht die unter Stress erzeugten Handlungen, sondern zwischendurch – es erinnerte mich manchmal eher an unreife 17jährige, als an Mittvierziger. Für die gerade genannten Punkte ziehe ich einen Punkt ab – finde das Buch aber insgesamt doch wirklch gelungen.

Ich kann das es also absolut empfehlen, es ist jedoch nichts für zart besaitete Leser. Es geht (in vielerlei Hinsicht) definitiv zur Sache, dessen sollte man sich bewußt sein.

 

Dennis und Guntrum (Hubert Wiest)

Inhalt (Lovelybooks):

Dennis & Guntram (Band 1) Zaubern für Anfänger Der zehnjährige Dennis Blauberg wünscht sich nichts sehnlicher als einen guten Freund, aber bestimmt nicht den peinlichen Neuen: Guntram Mempelsino von Falkenschlag trägt alberne Klamotten und behauptet ein Zauberer zu sein. Mit dem darf sich Dennis auf keinen Fall blicken lassen, schon gar nicht bei Kalle und der Haibande. 15 Geschichten zum Selberlesen, Vorlesen und Schmunzeln Ab 8 Jahren

Bewertung 3 von 5 Sternen:

Zunächst einmal herzlichen Dank an den Autor Hubert Wiest für das Rezensionsexemplar!

Dennis ein 10-jähriger Junge, wird von 3 Klassenkameraden (die sog. Haibande) gemobbt und geärgert wann immer es geht. Freunde hat er scheinbar keine, bis eine neue Familie in die Nachbarschaft zieht. Der Sohn – Guntram – ist „interessant“ gekleidet (lila Hose, grüner Samtumhang) und behauptet ein Zauberer zu sein. Die beiden freunden sich an und erleben in dem Buch gemeinsam kleinere Abenteuer.  Diese sind (so aber auch im Klappentext angekündigt) größtenteils autark und bauen in geringem Umfang aufeinander auf. Wie gesagt handelt es sich ja um 15 Geschichten, aber irgendeine kleine Haupthandlung hätte mir persönlich schon besser gefallen. Da es aber so ausgewiesen ist, kann ich hier nicht meckern – möchte nur darauf hinweisen. Meiner jetzt folgenden Bewertung möchte ich vorausschicken, dass das Buch meiner Meinung nach altersmäßig falsch eingestuft ist (ab 8 Jahre). Die Geschichten selbst sind relativ einfach gestrickt und meiner Meinung nach sind die Reaktionen auch nicht immer logisch – 2x hat mich selbst meine Tochter (9) darauf hingewiesen.

Als Beispiel: Guntram ist bei Dennis zum spielen, Dennis Mama kommt in voller Montur ins Zimmer und flötet (kein Zitat): „Dennis, ich bin heute Abend mit Deinem Vater in der Stadt verabredet – auf dem Tisch liegen 10€, bestell dir eine Pizza beim Lieferservice. Guntram darf noch eine Stunde bleiben.“ Meine Tochter ist 9 – ein derartiges Verhalten ist ganz weit entfernt von der Realität (zumindest in unserem Umfeld).  Die nachfolgende Pizzabestellung der Jungs ist ganz amüsant, aber mehr auch nicht. Wenn ich mir vorstelle diese Pizzageschichte (mit Sardellen und Nutella) wiederum einer 5 oder 6-jährigen vorzulesen – das könnte vermutlich eher passen. Ob eine Mutter so handeln würde, wäre in dem Fall wahrscheinlich nachrangig – aber eine Riesenpizza mit Bohnen, Nutella, uw….. igitt – das würde sicher für Erheiterung sorgen. Ebenso die desaströse Klavierstunde und das Abenteuer mit der Schlittenfahrt.

Was mir wirklich überhaupt nicht gefällt, sind die beiden Geschichten mit Meerschweinchen und Katze – dafür ziehe ich dann auch einen kompletten Stern ab. Ich finde insbesondere in Kindergeschichten sind Tiere nicht als Versuchsobjekte für irgendetwas darzustellen. Und falls doch, darf in der Geschichte als Konsequenz die Bestrafung/Strafpredigt/Einsicht des Fehlverhaltens nicht fehlen.

Eine gute Idee ist wiederum die Müllsammelaktion – das sollte Nachahmer finden. Und die Moral von der Geschicht‘: Ehrlich währt am längsten und zahlt sich immer aus. Das ist für mich in dem Buch eigentlich die schönste Geschichte. Hier werden (für mich) am deutlichsten Werte vermitttelt.

Insgesamt ist der Schreibstil sonst angenehm – das Buch liest sich flüssig. Für Erstleser ist es jedoch nur zum Vorlesen geeignet. Hier bieten sich jedoch die 15 Einzelgeschichten an. Das Cover ist witzig, im Buch befinden sich einige sw-Grafiken.

Zu guter letzt sein noch erwähnt: Guntram ist ein Zauberer. Das rückt allerdings im Buch etwas in den Hintergrund. Letztendlich vermittelt es in erster Linie die Botschaft, dass eine wahre Freundschaft wertvoller und wichtiger ist, als die Zugehörigkeit zu irgendwelchen angesagten „Typen“.