Die Monsterprüfung/Das Geheimnis von Oaks End (Andrea Martin)

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Robin kann es nicht fassen, als eines Nachts Melvin vor ihm steht. Ein echtes Monster, mitten in seinem Zimmer! Und er selbst hat es gerufen! Als angehendes Schutzmonster (Warmblut, Europäisch-Langhaar, Blue Tabby) ist es Melvins Aufgabe, seinen Schützling vor Unheil jeder Art zu bewahren. Und das hat Robin auch dringend nötig. Nur was, wenn die bekannte Welt plötzlich aus den Fugen gerät? Mit seinem Hatchpatch, einer Art magischem Expresstunnel, schafft es Melvin, seinen Freund zunächst in Sicherheit zu bringen. Doch Melvin ist nicht das einzige Monster in Oaksend und nicht alle Monster kommen in guter Absicht …

Mit Illustrationen von Max Meinzold | Hardcover, Pappband, 320 Seiten, 15,5 x 21,0 cm | Mit s/w-Vignetten |ISBN: 978-3-570-17613-9 | Erschienen am  25. März 2019 | ab 10 Jahren | cbj Verlag

 

Bewertung 4 von 5 Sterne:

Robin kann einem schon leid tun, ein kauziger und unsensibler Großvater, in der Schule wird er ständig gemobbt und von der biestigen Nachbarin möchte ich erst gar nicht anfangen. Aber plötzlich steht ein lustiges Fellbündel vor ihm und teilt ihm mit, dass er sein Schutzmonster sei. Melvin ist schon ein witziger Vogel und bringt Robin in die ein oder andere interessante Situation. Aber letztendlich gilt es natürlich auch noch eine etwas größere Mission zu erfüllen und diese bereitet den beiden doch ein paar anstrengende Momente.IMG_5206

Ganz besonders gut hat mir an diesem Buch die Situationskomik und der witzige Schreibstil gefallen – damit konnte die Autorin bei mir auf jeden Fall schon mal komplett punkten. Auch die Geschichte bzgl. des zu lösenden Problem finde ich klasse, es ist doch komplexer als anfangs gedacht.

Bevor ich anfing diese Rezension zu schreiben, habe ich aber erstmal nachsehen müssen, ob es noch einen weiteren Teil gibt. Weder im Buch noch auf der Webseite gibt es einen ensprechenden Hinweis – lediglich der Buchtrailer spricht von einem Reihenanfang. Wenn es nur ein Einzelband gewesen wäre, hätte ich definitiv anzumerken, dass das Ende nicht alle offenen Fragen klärt. Und davon gäbe es so einige – insbesondere hinsichtlich der familiären Verhältnisse. Aber insofern kann ich mich schon auf Band 2 freuen.

Also beschränkt sich meine Kritik auf einen kleinen, aber nicht so unwichtigen Punkt. In diesem Buch wird eine bestimmte Tierspezies als das Böse dargestellt. Das gefällt mir überhaupt nicht. Ich sehe ein, dass es thematisch irgendwie notwendig ist (ich kann ohne zu spoilern nicht mehr dazu sagen), aber so richtig gut finde ich es nicht. Es läuft schon darauf hinaus, dass diese Tiere instrumentalisiert wurden – aber ich weiß nicht, ob ein 10jähriges Kind das auch so versteht. Kinder sollten nicht denken oder auf die Idee gebracht werden, dass Tiere von Natur aus Böse sind.

Ansonsten hat mich das Buch wunderbar unterhalten – ich werde es meiner Tochter aber erst in die Hand drücken, wenn auch Band 2 in Reichweite ist.

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Fazit: Ein absolut unterhaltsames Buch mit einigen offenen Fragen am Ende und einer aus meiner Sicht etwas unglücklichen Klassifizierung des Bösen.

Vielen Dank an den cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hierdurch nicht beeinflusst.

 

Kennt Ihr das Buch schon?

 

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