Die Runenmeisterin (Torsten Fink)

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Eher unfreiwillig landen die Zwillinge Ayrin und Baren beim kauzigen Runenmeister Maberic vom Hagedorn. Nun ziehen sie mit ihm durchs Land und erlernen die Magie der Runen. Ein Handwerk, das viel gefährlicher ist, als es den Anschein hat. Bald geraten die Zwillinge in ein Spiel finsterer Mächte, in dem Hexen, Drachen und die magische Urkraft selbst im Verborgenen ihre Fäden spinnen. Als sich Ayrins großes magisches Talent offenbart, wird klar, dass die Zwillinge etwas mit den Mächten, die die Menschheit bedrohen, verbindet. Woher stammt Ayrins Kraft? Schlummert etwas Dunkles in dem Mädchen? Wird Ayrins Kunst, die Runen zu zeichnen, am Ende über das Schicksal der Menschen entscheiden?

Ab 13 Jahre | 448 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Kaltfolie und Prägung |     Format: 147 x 220 mm | ISBN:978-3-522-20256-5 | 17,00€ | Erscheinungstermin: 11.02.2019 | Thienemann-Esslinger

 

Bewertung 3,5 von 5 Sternen:

Dieses Buch ist mir nahezu druckfrisch in die Hände gefallen, denn es ist erst seit dem 11. Februar 2019 im Handel erhältlich.IMG_4461

Ich habe dieses Buch in einer Lovelybooks-Leserunde gewonnen und habe mich schon sehr darauf gefreut – denn sowohl Cover als auch Klappentext entsprechen definitiv meinem Geschmack. Als ich anfing zu lesen, musste ich mich zunächst an die an das Mittelalter angelehnte Sprache nebst Redewendungen gewöhnen. Aber das war nach kurzer Zeit kein Problem mehr. Die 17-jährigen Zwillinge Ayrin und Baren wachsen als Findelkinder in einem kleinen Dorf auf und arbeiten dort für Ihren Lebensunterhalt. Ihr sehr bescheidenes und wenig beschauliches Leben ändert sich, als zwei seltsame Reisende im Dorf Rast machen. An dieser Stelle setzt dann das Abenteuer der Geschwister ein.

Charaktere:

Die Zwillinge sind sehr unterschiedlich aber denoch liebenswürdig. Ich mochte auch ihren Lehrmeister sehr gern – etwas kauzig und zwischendurch mal lustig. Schade, dass er am Ende etwas weniger Bühne hatte. Auch die vermeintlichen Gegenspieler fand ich in Ansätzen mehr oder weniger… symphatisch wäre jetzt der falsche Ausdruck – ich würde sagen faszisnierend. Denn ich habe mich schwer getan die entsprechenden Charaktere als das personifizierte Böse zu betrachten. Die Hexe Ragne ist eine sehr interessante Persönlichkeit, der Nachtalb Tsifer….Naja, er ist eben ein Nachtalb – aber auch seine Darstellung ist nicht durch und durch böse (zumindest anfangs nicht). An dieser Stelle kann man dann auf das empfohlene Lesealter (ab 13) hinweisen. Das relativiert meinen Eindruck natürlich, somit ist es aber wirklich als Jugendbuch zu klassifizieren.

Irgendeine Geschichte in der Vergangenheit der Zwillinge ist für die Zukunft entscheidend. Gut, das hört sich nach einer phantastischen Story mit vielen Möglichkeiten an! Ein mysteriöser Brief ihrer unbekannten Mutter, Ayrins Talent für Runen und diese besagten Reisenden  – es entfaltet sich nach und nach eine interessante Geschichte. Der Autor hat ziemlich geschickt die Hinweise sozusagen häppchenweise  geliefert, so dass ich erst ziemlich zum Schluß eine Idee hatte was u.a. am Ende offenbart wird. Leider wird dann das Potential nicht komplett abgerufen, ich hätte mir an vielen Stellen einfach etwas mehr gewünscht.

Aus Sicht eines Erwachsenen wäre dann noch zu sagen, dass ich die Geschichte als relativ kleinteilig empfunden habe. Es kommt also gar nicht so zur Geltung, dass die Truppe rund um die Zwillinge gerade mal quasi das Schicksal der Menschheit in der Hand hat. Es wird natürlich erzählt, dass  – wenn das jetzt passiert – dann… keine Angst – keine Spoiler. Ich tue mich sehr schwer es zu beschreiben. Ich will es mal so sagen, die Handlung erweckte bei mir nicht diese unglaubliche Wichtigkeit. Es fehlte grundsätzlich etwas Spannung und an einer konkreten Aussage was passiert, wenn das Problem nicht gelöst wird. Die dahingehenden Beschreibungen waren so nebulös, dass sie mir fast nichtig erschienen. Dieses doch ziemlich wichtige Ereignis am Ende des Buches fand ich somit etwas blass. Ich habe durchaus schon Fantasy ab 12 gelesen, die komplexer aufgebaut war.

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Zudem gefällt mir das Ende nicht besonders – es hat mich einfach nicht zufriedengestellt. Ich habe extra nochmal nachgefragt, ob es nicht doch ein Reihenauftakt ist. Das Gros der Geschichte ist zwar erzählt, aber ein paar Fragezeichen schwirren mir schon noch im Kopf herum und dann ist die Story einfach nicht rund.

Fazit: Ein relativ spannendes Jugendbuch mit einer wirklich guten Idee. Zwischendurch hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Zudem war für mich nicht deutlich genug, dass Ayrin eine immens wichtige Aufgabe zu erfüllen hatte.  Für mich muss ein gutes Buch außerdem einen sauberen Abschluss haben (oder einen Folgeband). Das Buch ist aber definitiv als Einzelband konzipiert. Daher vergebe ich für dieses Buch 3,5 Sterne.

Herzlichen Dank an den Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hierdurch selbstverständlich nicht beeinflusst!

Habt Ihr das Buch schon gelesen und rezensiert?

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2 Kommentare zu „Die Runenmeisterin (Torsten Fink)

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