Lil April/ Mein ganz normaler Wahnsinn (Stephanie Gessner)

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Lils neues Leben in Cambridge steht unter keinem guten Stern: Dauerregen, Heimweh, keine Helli, kein Jari. Und dann blamiert sich Lil am ersten Schultag bis auf die Knochen. Wie soll sie so jemals Freunde finden an der neuen Schule? Zwar sind da ihre Schulpatin Bonnie und eine Näh-AG, in der Lil endlich einmal wieder ihre Talente zum Einsatz bringen will. Aber irgendwie geht alles schief, was Lil anfasst. Ist das einfach nur Pech oder steckt mehr dahinter?

Hardcover, ab 11 Jahren | mit Relieflack | 288 Seiten, 15,3 x 21,5 cm

ISBN 978-3-7348-4718-9 | 14,95€ | Magellan Verlag

 

Bewertung 3 von 5 Sternen:

Dieses Buch ist Teil 4 der gleichnamigen Buchreihe und seit Mitte im Handel erhältlich . Ich kenne bisher keines aus der Reihe, aber dieses Cover hat meine Blicke förmlich auf sich gezogen. Der Klappentext hört sich auch witzig an. Leider hört es sich aber nur so an, denn in dem Buch habe ich vergeblich nach lustigen Situationen gesucht.

Im Leben der 13-jährigen Lil läuft momentan nichts rund, der Umzug, die neue Schule, ihren Freund sieht sie nur noch in den Ferien und ihre beste Freundin ist neuerdings in einem Internat. An ihrem 1. Schultag blamiert sie sich, ihre Schulpatin ist eine Zicke und zuhause hat niemand Verständnis für ihre missliche Situation. So zusamengefasst hört sich das schon ziemlich negativ an und genauso ist das Buch. Es passiert über ca. 260 Seiten so gut wie nichts Schönes, Erfreuliches oder Positives. Der einzige Lichtblick ist Lils 14. Geburtstag. Danach geht es aber weiter wie zuvor.

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Ehrlich gesagt hat es mir daher über längere Strecken nicht besonders viel Spass gemacht, denn soviel Pech war schon fast etwas unglaubwürdig. Die Sache mit den T-Shirts fand ich dann aber wirklich drüber. Schauen die eigentlich als fürsorglich empfundenen Eltern von Pego und Lil wirklich seelenruhig zu, wenn die Kinder Einkäufe und Verkäufe planen? Ich weiß nicht, ich fand das sehr an den Haaren herbeigezogen.

Darüber hinaus habe ich mich auch wirklich schon am Anfang gefragt, wieso Lil immer noch nett zu Bonnie ist. Gerade Teenager würden doch eher zu früh als zu spät eingeschnappt reagieren.

Was ich an diesem Buch schmerzlich vermisse ist der rote Faden, ich empfinde es als Aneinanderreihung von (leider nur) negativen Begebenheiten.

Die Charaktere sind insgesamt eigentlich sehr angenehm, wenngleich auch recht oberflächlich gehalten. Aber im Hinblick auf das empfohlene Lesealter (ab 11) sollte das passen, zuviel wäre bei der Menge an Personen sicherlich nicht förderlich. Anfangs hatte ich (als Quereinsteiger in die Familie) etwas Orientierungsschwierigkeiten mit den vielen ungewöhnlichen Namen, aber diese sind sehr schnell problemlos zu unterscheiden. Die Erklärung für die Namen ist ja auch ganz schlüssig und mal etwas anderes. Allerdings verstehe ich nicht, wieso die Freunde Helli und Jari auch noch so außergewöhnliche Namen haben.

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Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Mir hat es gut gefallen, dass die Autorin immer mal wieder Redewendungen, Sätze und Infos aus England mit einfliessen läßt.

Fazit: Leider konnte das Buch nicht halten, was ich mir davon versprochen habe. Mir fehlen neben einer irgendwie fesselnden Haupthandlung z.B. Witz und/oder Spannung, o.ä. Daher kann ich hier nur eine eingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

Ich bedanke mich herzlich beim Magellan Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Beurteilung wurde hiervon natürlich nicht beeinflusst.

 

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