Heliopolis Bd. 1/Magie aus ewigem Sand (Stefanie Hasse)

 

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Akasha ist die Prinzessin von Heliopolis. An ihrem 16. Geburtstag wird sie eine der acht magischen Gaben erhalten und mit Riaz vermählt werden. Doch Akasha bekommt nur das Leere Zeichen in den Nacken gebrannt. Keine Gabe! Keine Magie! Zu allem Überfluss droht nun eine Hochzeit mit dem arroganten Dante. Um den Makel auszumerzen, schickt ihr Vater sie in einer wichtigen Mission auf die Erde.

Dort soll die sechzehnjährige Hailey eine Ausstellung mit antiken Artefakten organisieren. Aber wieso versteht sie plötzlich sumerisch? Und warum kann sie Keilschrift lesen?
In ihrem spannenden Doppel-Drama um Akasha und Hailey entführt Stefanie Hasse ihre Leserinnen erneut in eine Welt voller Magie, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint.

Magie aus ewigem Sand ist der erste Band eines rasanten Romantasy-Zweiteilers von Top-Bloggerin Stefanie Hasse.

ab 13 Jahren | 1. Auflage 2018 | 464 Seiten, 14.0 x 21.5 cm | ISBN 978-3-7432-0092-0
Hardcover mit Kaltfolie, Softtouchfolie und Spotlack | 16,95 € (D) | 17,50 € (A)

Loewe Verlag

 

Bewertung 4 von 5 Sternen:

Wer auf Instagram aktiv ist und gern Fantasy liest, kommt an Heliopolis momentan einfach kaum vorbei. Also zog es auch mich  schnellstens in die Buchhandlung meines Vertrauens. Heliopolis Band 1 steht seit Juli 2018 in den Buchläden, Teil 2 ist seit Kurzem (Januar 2019) im Handel erhältlich.

Die Idee ist bestechend – zwei Welten und eine Besonderheit rund um Hailey und Akasha. Um spoilerfrei zu bleiben, muss ich es bei dieser schwammigen Formulierung belassen. Der Verlagstext hält übrigens, was er verspricht „eine Welt voller Magie, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint“. Stefanie Hasse hat eine Welt mit zahlreichen Elementen erschaffen, die man gedanklich erstmal sortieren und zusammenhalten muss. So beginnt das Buch in Heliopolis mit seinen 8 Häusern, den verschiedenen Gaben, Sitten und Gebräuchen. Dort ist Akasha als Prinzessin aufgewachsen.

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Hailey hingegen stammt aus Summit/Arizona und führt ein vermeintlich normales Leben. Der Wechsel zwischen Hailey (unsere Welt) und Akasha (Heliopolis) verläuft kapitelweise und ist daher sehr angenehm zu lesen.

Das Buch ist in 2 Teile gegliedert. Teil 1 erzeugte in meinem Kopf ziemlich viele Fragezeichen, aber ich wußte es wird irgendwann alles aufgeklärt. Daher habe ich diesen verhältnismäßig langen Weg auch recht unbeschadet überstanden. In Teil 2 folgen dann relativ schnell einige Enthüllungen, die jedoch auch zu einer (so habe ich es zumindest empfunden) Änderung des Schreibtempos führten. Das ist ja grundsätzlich nicht schlecht, aber:  Vorsicht der nächste Abschnitt enthält jetzt mal einen kleinen Spoiler (nach dem Bild kann man spolierfrei weiterlesen):

Die häufigen Sprünge zwischen Täuschung und Realiät fand ich zum Einen etwas störend und irgendwann hat es mich ein wenig ermüdet. Da wäre für meinen Geschmack etwas weniger doch mehr gewesen. Denn mehr als einmal habe ich dann kurz nochmal zurückgelesen um mich zu vergewissern, dass ich gedanklich dem richtigen Pfad  folge.

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Jetzt gehts spoilerfrei weiter 🙂 Es ist keine Überraschung – auch eine Liebesgeschichte rankt sich um gewisse Charaktere. Mir hat außerordentlich gut gefallen, dass dieser Bereich relativ kurz gehalten wurde – ein bißchen ist gut, zuviel übertönt dann schnell die Haupthandlung. Das ist übrigens der einzige Grund, weshalb ich die Obsidian-Reihe abgebrochen habe.

Auf jeden Fall hat dieses Buch mir so gut gefallen, dass ich auf jeden Fall Band auch noch lesen werde – er ist bereits bestellt und die Rezension wird hier auch nicht lange auf sich warten lassen. Davon erhoffe mir noch eine Rückkehr nach Heliopolis,  denn das Setting hat mir außerordentlich gute gefallen. Zudem möchte ich sehr gern wissen, in welche Richtung sich nun das familiäre Gebilde von Akasha bewegt – ich habe hier noch keine eindeutige Meinung und immer noch den schon zitierten Beschreibungstext vom Löwe Verlag im Kopf: „eine Welt voller Magie, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint“.

Ein kurzes Wort noch zu den Charakteren. Die emotionale Zerrissenheit von Akasha konnte ich nur bedingt nachvollziehen – diesen plötzlichen Wandel empfinde ich etwas oberflächlich. Ansonsten ist sie eine angenehme Persönlichkeit.  Ich kann alle übrigen Charaktere noch nicht ganz einsortieren, das macht es für mich allerdings auch spannend. Während des Lesens hatte ich mehrere Punkte, an denen mein Empfinden für Gut und Böse von der Story „gewechselt wurde“. Ich bin daher total gespannt, was sich nun als richtig entpuppt.

Eigentlich finde ich es nicht unbedingt kriegsentscheidend für eine Rezension (denn da interessiert mich als Leser ja der Inhalt), aber hier darf man schon mal ein Wort zum Cover verlieren. Es ist – passend zum Thema – in sandigen Tönen mit goldfarbener Schrift gehalten. Also ein echter Hingucker.

Fazit: Kein Buch zum „eben mal nebenher“-Lesen, sonst ist man schnell mal gedanklich auf der falschen Fährte. Die Story ist superinteressant und ich freue mich schon auf Band 2.

 

Ein Kommentar zu „Heliopolis Bd. 1/Magie aus ewigem Sand (Stefanie Hasse)

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