Der Totenversteher (S. und W. Schwerin von Krosigk)

Inhalt (be.bra Verlag):

Alles könnte so einfach sein! Eine üppige Erbschaft hat Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen aus seinen finanziellen Nöten befreit. Doch mit dem guten Leben ist es bald vorbei. Hasi, wie der Graf von allen genannt wird, erweist sich nicht nur als leichtes Opfer für einen Investmentbetrüger, sondern gerät auch noch einem skrupellosen Auftragskiller in die Quere.
Auf Trab gehalten durch seine verstorbene Tante, die ihm Nachrichten aus dem Jenseits schickt, von einer Nachbarin als Medium für Séancen eingespannt und in ständiger Bedrängnis durch einen gerissenen Kunsthändler, bemerkt Hasi zu spät, dass er in Lebensgefahr schwebt…

Bewertung 5 von 5 Sterne:

Herzlichen Dank an den be.bra Verlag für das Rezensionsexemplar.

Dies ist mein erstes Buch mit Hasi, die anderen Bücher aus der Reihe muss man nicht vorher gelesen haben. Aber ich denke das werde ich tun – denn Hasi ist schon ein ganz besonderer Kollege. Seit einem Jahr ist Tante Pudel nun schon unter den Radieschen und er ist ihr immer noch so dankbar und ergeben, dass er weiterhin in ihrem Haus lebt, als sei sie noch da. Wie sich herausstellt ist das wohl auch so, aber zunächst kämpft Hasi mit ganz anderen Problemen Die üppige Erbschaft ist dank eines dubiosen Invenstmentberaters wieder hops, die Zwangsversteigerung des Hauses droht. Und das gerade, als er eine sehr nette Bekanntschaft gemacht hat, die vielleicht bald mal auf eine Dusche vorbeikommt (denn sie lebt in einem Bulli). Auf Trab gehalten wird der darüber hinaus durch seine esoterisch veranlagte Nachbarin Meike und Vetter Brezel, seines Zeichens ehem. Kapitän und stets im Dienste des Vaterlands.  Um dem Ganzen noch die Krone auszusetzen gerät Hasi durch einen Zufall ins Visier eines Profikillers.

Das Buch ist einfach herrlich – der Schreibstil ist etwas anspruchsvoller, und gespickt mit Wortwitz der feinsten Sorte.  Sehr gut in diesem Buch gefällt mir auch der aktuelle Bezug auf die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt (in diesem Fall Berlin, aber trifft ja auch auf zahlreiche andere Regionen zu). Das mag anderen vielleicht nicht unbedingt auffallen, aber da ich im „wahren Leben“ Sachverständige für Grundstücksbewertung bin (und übrigens auch Zwangsversteigerungsgutachten erstatte) finde ich diese Geschichte doch sehr zeitgemäß. Die Autoren leben laut Kurzvita in Berlin. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass die Aussagen im Buch hinsichtlich der Entwicklung des Wohnungsmarkts mit Sanierung alter Häuser und Neuvermietung zu Spitzenpreisen nicht nur fiktive Meinungen sind.

Die Charaktere sind natürlich teilweise sehr überspitzt gezeichnet, aber gerade das gibt dem Buch auch seine Handschrift und macht den Witz aus. Herrlich diese Szenen mit Vetter Brezel, Klaiber oder als absolutes Kontrastprogramm die Harekrishna-Heike. Nicht zu vergessen ist bei alldem jedoch auch der Krimi, der aus meiner Sicht auch einiges an Spannung zu bieten hat. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.

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