Die Party (Jonas Winner)

Inhalt (Lovelybooks):

Es ist der 31. Oktober – Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen – was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüßt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt … ihre letzte Party!

 

Bewertung 4 von 5 Sternen:

Zunächst einmal herzlichen Dank an Jonas Winner für das Rezensionsexemplar!

Eine Party wie bei den „10 kleinen Negerlein“ – Brandon lädt seine alten Schulfreunde nach Jahrzehnten zu einer 80er (Erinnerungs)Party ein in sein abseits gelegenes Domizil ein. Handys sind tabu (gab es damals ja noch nicht) und die Gäste tragen ihre alten Halloween-Kostüme von damals. Die Party beginnt spektakulär, denn der Gastgeber springt von der Galerie auf einen präparierten Kronleuchter, der vermeintlich mit großem Getöse abstürzt. Das war jedoch geplant – der Kronleuchter stoppt und Brandon empfängt seine Gäste. Da ihm jedoch der an der Decke hängende Sicherungskasten in gemau diesem Moment hinterher kommt, stand nicht im Drehbuch. Wir haben den ersten Toten zu beklagen.  Die Gäste können nicht aus dem Haus (als Panikraum konzipiert) und bekommen eine Nachricht serviert: alle bis auf einer wird sterben. Dies passiert dann auch recht flott, wobei die Art des Todes ziemlich variiert. Ohne zuviel verraten zu wollen – es kommt keine Langeweile auf. Zum für mich genau richtigen Zeitpunkt kommen dann Einschübe in die Vergangenheit mit Hinweisen auf die Ursache dieses Desasters. Der Leser wird bis zum Schluss im Dunkeln gelassen, gegen Ende kann man es erahnen, mehr aber auch nicht.

Das Buch fing für meinen Geschmack gut an, wurde dann etwas schleppend – möglicherweise, weil man zwischen den zahlreichen Personen springen musste. Hier brachte die Liste am Ende des Buches häufig Licht ins Dunkel. Aber da sich die Zahl der Beteiligten relativ schnell dezimiert, ist das kein großes Problem.  Als die Rückblenden in die Vergangenheit einsetzten, habe ich das Buch am Stück zu Ende gelesen – denn da wurde es aus meiner Sicht erst richtig spannend. Das Ende kommt überraschend, hat nochmal einen kleinen Haken – den hätte ich nicht gebraucht. Das hätte ich anders vielleicht etwas passender gefunden, ist aber sicherlich Geschmackssache.

Für mich war es (obgleich ich selbst ein Kind der 80er bin) ein bißchen viel nostalgisches Schnickschnack mit Liedtexten, usw – etwa die Hälfte hätte mir gereicht.  Ich habe zu keinem der Personen eine Sympathie entwickelt – vielleicht, weil ich die Aktionen und Reaktionen nicht immer nachvollziehen konnte.  Ich meine damit nicht die unter Stress erzeugten Handlungen, sondern zwischendurch – es erinnerte mich manchmal eher an unreife 17jährige, als an Mittvierziger. Für die gerade genannten Punkte ziehe ich einen Punkt ab – finde das Buch aber insgesamt doch wirklch gelungen.

Ich kann das es also absolut empfehlen, es ist jedoch nichts für zart besaitete Leser. Es geht (in vielerlei Hinsicht) definitiv zur Sache, dessen sollte man sich bewußt sein.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s