Der Schleier der Welt (S.C. Kreuer und R.A. Prum)

Inhalt (Lovelybooks):

Vor drei Jahren ist Tina Wallace von einem Tag auf den anderen aus Edinburgh verschwunden. Seither hat niemand von ihr gehört. Schließlich beauftragt ein ehemaliger Schulfreund eine Privatdetektivin, um seine Jugendliebe wiederzufinden.

Für Kyra Hare, die fragliche Detektivin, kommt dieser Auftrag wie gerufen. Sie ist frustriert von ihrem monotonen Job. Statt spannende Kriminalfälle, bearbeitet sie Vorwürfe der ehelichen Untreue. Froh über Abwechslung nimmt sie den Auftrag an Tina ausfindig zu machen, was jedoch schwerer ist, als angenommen. Angetrieben von Neugierde und dem Durst sich zu beweisen, sich endlich die Anerkennung zu verdienen, die sie schon lange ersehnt, stürzt sie sich in die Ermittlungen. An jeder Ecke findet Kyra weitere lose Enden. Jede Antwort wirft neue Fragen auf. Kryptische Warnungen und geradezu mystisch anmutende Hinweise deuten auf einmal auf Umstände hin, die rational nicht zu erklären sind.

Denn Tina Wallace war Teil einer anderen Welt, fernab von dem, was Kyra je möglich gehalten hat. Tina Wallace war Teil einer Welt voller Magie, Götter, Werwölfen und Monstern und bald führt für Kyra kein Weg mehr zurück.

Bewertung 5 von 5 Sternen:

Herzlichen Dank zunächst an den Bundeslurch Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Um es vorweg zu nehmen – die 416 Seiten habe ich innerhalb von 2 Tagen begeistert verschlungen (leider kam die Nacht dazwischen).

Kyra, eine mittellose Privatdedektivin wird beauftragt die vor 3 Jahren spurlos verschwundene Tina Wallace zu suchen. Die ersten Hinweise deuten allesamt auf ein Verbrechen hin. Kyra ermittelt und lernt Maria, eine ehemalige Schulfreundin von Tina kennen. Gemeinsam Maria, dem WG-Partner Jason (Verschwörungstheoretiker) und Watson, Kyras Berner Sennenhund fährt sie zum Wandern in den Trossachs – ein riesiges Naturschutzgebiet. Offenbar will jemand verhindern, dass die Ermittlerin weiter schnüffelt – das Auto wird aufgebrochen und nach einer Verfolgungsjagd stehen Kyra und Watson  auf einer von Wölfen umringten Lichtung.

Tia Bishop – eine Freundin der Verschwundenen – scheint die Anführerin des Rudels zu sein. Sie bittet Kyra den Fall ruhen zu lassen. Die Detektivin wird schlußendlich von der Meute angegriffen und kann sich und ihren Hund retten. An dieser Stelle kam mir erstmals der Gedanke, dass Kyra vielleicht nicht zufällig an dem Fall arbeitet. Die Autoren verstehen es hervorragend kleine Hinweise und Informationen im Text einzuarbeiten, die man liest und nach und nach umsetzt.

Gemeinsam mit ihrem WG-Mitbwohner Jason besucht sie erneut den Waldfriedhof  und wiederholt erfolgt ein Angriff durch Wölfe. Auch hier können sich Kyra, Watson (Kyras Hund) und Jason retten. Die Inschriften auf den Grabsteinen führen Kyra zu Professor Sterling – ein Fachmann für Gälische Kultur.

Man hadert während des Lesens schon mit sich, wer hier überhaupt Gut und Böse ist. Ein Treffen von Kyra, Bishop und 2 weiteren Freunden eskaliert – Sean Wright verwandelt sich vor Kyras Augen in einen Werwolf und verletzt sie.  Kyra, Watson und Jason werden anschließend verschleppt und als vermisst gemeldet.

Kyras Ex-Freundin Molly (Polizistin), die ihre Erzählungen bisher als abstrus abgetan hatte, ermittelt nun verbotenerweise auf eigene Faust und landet so mit Hilfe von Kyras Notizen bei Prof. Sterling.

Um nun nicht zuviel von der Handlung zu verraten, belasse ich es mal bei diesen Hinweisen – denn man tut gut daran das Buch selbst zu lesen und zu erleben.

Die Autoren verstehen es perfekt einen Spannungsbogen über das ganze Buch hinweg zu halten und den Leser mit sehr gut dosierten Informationen bei Laune zu halten.“Soviel wie nötig und so wenig wie möglich“ trifft es hier wohl am besten.

Die Charaktere von Kyra und Watson sind rundherum sympathisch – bei allen anderen war ich mir eine Zeitlang nicht sicher, was auch eine gewisse Spannung erzeugt hat.

Der Schreibstil gefällt mir persönlich sehr gut. Obwohl wir im Laufe des Buches so einige Personen und Tiere kennen lernen, verliert man nie den Überblick. Sobald ein paar der vielen Fragen gelöst sind, ergeben sich hieraus weitere – damit endet das Buch auch. Das macht es (für mich) unbedingt erforderlich den Folgeband zu lesen.

Gut gefallen haben mir auch die vereinzelten, augenzwinkernden „Seitenhiebe“ auf Harry Potter. Ein absoluter Pluspunkt dieses Buches ist zudem auch der lesefreundliche Aufbau der Seiten.  Last but not least ebenfalls unbedingt erwähnenswert sind die wirklichen tollen Details im Printexemplar (Aufbewahrungshinweise vom Bundesamt, etc.) Das Cover erscheint auf den ersten Blick etwas unscheinbar – ich habe dahinter nicht ein solch tolles Buch vermutet.

Hier möchte ich sehr gern eine ganz klare Kaufempfehlung aussprechen – das Buch hat mich in seinen Bann gezogen und ich habe überhaupt nichts auszusetzen. Es war für mich purer Lesegenuss.

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